Guthmann Lectures

Die Guthmann Lectures nehmen in Vorträgen und Diskussionen die facettenreiche Berliner Kunst- und Kulturgeschichte um 1900 in den Blick. Vorträge und Diskussionen machen dabei eine Zeit lebendig, die in ihrem Spannungsreichtum und ihrer Komplexität viele Merkmale des heutigen Kultur- und Gesellschaftslebens antizipieren. Ein besonderes Augenmerk der Guthmann Lectures gilt daher neben der Frage nach der geistesgeschichtlichen Bedeutung von Themen der Bildenden Kunst und der Literatur, des Theaters und der Musik um 1900 auch der Frage nach deren Implikationen auf das heutige Kultur- und Geistesleben.

 

Guthmann Lectures 2019

Fontane und die Bildende Kunst

 

Carl_Breitbach_Theodor_Fontane_1883.png

Carl Breitbach: Theodor Fontane, 1883

In diesem Jahr widmet die Guthmann Akademie als Forum für Berliner Kunst- und Kulturgeschichte dem Dichter Berlins und der Mark Theodor Fontane (1819-1898) anlässlich seines 200. Geburtstags am 30. Dezember 2019 einen besonderen Vortragsyzklus: Fontane und die bildende Kunst heißt die diesjährige Reihe der Guthmann Lectures, deren einzelne Vorträge sich Fontanes Beziehung zu bildenden Künstlern widmen, die für das Denken und Schaffen des großen Schriftstellers von besonderer Bedeutung waren.

 

Von der Poesie des Alltäglichen –

Theodor Fontane, Franz Skarbina & „Der Stechlin“

Sonntag, 1. Dezember 2019 – 14 Uhr – Gutshaus Neukladow

 

Dr. Miriam-Esther Owesle: Von der Poesie des Alltäglichen – Theodor Fontane & Franz Skarbina

Dr. Marie Haller-Nevermann: Theodor Fontanes letzter Roman „Der Stechlin“ – Ein autobiographisches Vermächtnis

Dr. Thomas Wiersberg: Mit der Camera Obscura auf den Spuren Fontanes – Fotografien

 

Franz Skarbina Weihnachtsmarkt in Berlin, o. J.

Franz Skarbina: Weihnachtsmarkt in Berlin, um 1892, Privatbesitz

„Kennen Sie Skarbina?“ lässt Theodor Fontane (1819-1898) die Baronin von Berchtesgaden in seinem 1898 erschienenen Roman „Der Stechlin“ fragen und setzt damit einem Künstlerkollegen ein literarisches Denkmal, der als Impressionist und Mitbegründer der Berliner Secession zu den führenden Protagonisten des Berliner Kunstgeschehens um 1900 zählte: dem Berliner Maler, Zeichner und Grafiker Franz Skarbina (1849-1910). Wenn Fontane den Berliner Künstler dabei als poetischen Realisten porträtiert, so lässt dies Parallelen zu seiner eigenen Kunstauffassung ziehen, wie sie im „Stechlin“ sprechenden Ausdruck findet. Über die Analogien zwischen Fontane & Skarbina spricht die Kunsthistorikerin Dr. Miriam-Esther Owesle in ihrem Vortrag „Von der Poesie des Alltäglichen“. Die Literaturwissenschaftlerin Dr. Marie Haller-Nevermann widmet sich in einem weiteren Vortrag Fontanes „Stechlin“ und geht dabei den autobiographischen Spuren in Fontanes letztem großem Roman nach. Begleitend wird Dr. Thomas Wiersberg Fotografien zeigen, die er mit Hilfe einer Camera Obscura (Lochbildkamera) bei Wanderungen durch die Mark Brandenburg aufgenommen hat und die in ihrer Ästhetik durchaus an die Arbeiten des bildenden Künstlers Franz Skarbina erinnern.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Rervierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

„… ein Wunder und ein Schafskopf zugleich“: Fontane und Menzel, Menzel und Fontane

Vortrag von Dr. Claude Keisch

Sonntag, 10. November 2019 – 14 Uhr – Gutshaus Neukladow

 

Fontane_Menzel_CUT

Der Schriftsteller Theodor Fontane (1819-1898) & der Maler, Zeichner und Grafiker Adolph Menzel (1815-1905): Jeder in seiner Kunst eigenwüchsig und ohne Rivalen, beide in der „Umfassendheit“ (ein Fontane-Wort) ihres Weltbildes einander ähnlich, vergleichbar in manchen ihrer Interessen – Geschichte Preußens, Berliner Alltag – und nicht zuletzt in ihrer skeptischen Perspektive, waren Menzel und Fontane ein halbes Jahrhundert hindurch, von 1850 bis 1899, auch Vereinsfreunde: sie begegneten einander im „Tunnel über der Spree“ und im „Rütli“. So entschieden Fontane als Kunstkritiker für Menzel eintrat, in seine Bewunderung mischten sich doch Vorbehalte und in seine Zuneigung Argwohn. Menzel seinerseits hat sein Verhältnis zu dem Dichter nie definieren wollen. Aller geistigen Verwandtschaft zum Trotz sind beide nie ein Dioskurenpaar geworden. Eine spannungsvolle Ambivalenz prägt ihr Verhältnis.

Dr. Claude Keisch, geboren 1938, Promotion 1970 in Berlin über ein Thema aus der Skulptur des 16./17. Jahhunderts. Bis 2003 Kustos an der Berliner Nationalgalerie. 1970-2003 Mitarbeiter der Alten Nationalgalerie in Berlin. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen zur Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts: Publikationen seit 1979 zu Rodin (gehäuft 2005), seit 1980 auch kontinuierlich zu Menzel; namentlich Vorbereitung (mit Marie Ursula Riemann-Reyher) von »Adolph Menzel. Das Labyrinth der Wirklichkeit« (Ausstellung Paris, Washington und Berlin 1996/1997). Herausgabe (wiederum mit Marie U. Riemann-Reyher) einer kommentierten Edition aller Briefe Menzels in drei Bänden. Mitarbeit an der gegenwärtig im Kupferstichkabinett gezeigten Ausstellung „Menzel. Maler auf Papier“. 2013 Ausstellung „Daumier ist ungeheuer!“ in der Stiftung Brandenburger Tor (Liebermann-Palais).

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

 

Theodor Fontane & Johann Gottfried Schadow

Vortrag von Dr. Marie Haller-Nevermann

Sonntag, 19. Mai 2019 – 14 Uhr – Galerie Mutter Fourage

 

IMG_4022

Als der Bildhauer Johann Gottfried Schadow 1850 mit fast 86 Jahren stirbt, reflektiert der Dichter Theodor Fontane die Bedeutung, die der bildende Künstler Schadow für sein Schreiben hat. Er sieht in ihm den Wegbereiter des Realismus in der neueren deutschen Kunst und erkennt ihn als unmittelbares Vorbild für sein eigenes Realismuskonzept an. Im Rahmen der Vortragsreihe Fontane & die Bildende Kunst stellt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Marie Haller-Nevermann die Sicht des Schriftstellers auf den Bildhauer und dessen Relevanz für sein dichterisches Schaffen vor.

Die promovierte Literaturwissenschaftlerin Marie Haller-Nevermann beschäftigt sich in zahlreichen Publikationen mit wichtigen Protagonist*innen der deutschen Literatur. In der Reihe Genshagener Gespräche gab sie 2005 gemeinsam mit Dieter Rehwinkel den Band Kleist – ein moderner Aufklärer? und 2008 Franz Kafka – Visionär der Moderne heraus. 2004 erschien ihre Schiller-Biographie Friedrich Schiller – Ich kann nicht Fürstendiener sein.  Seit 2018 liegt im Berliner Galiani Verlag ihr jüngstes Buch „Mehr ein Weltteil als eine Stadt“ Berliner Klassik um 1800 und ihre Protagonisten vor.

Veranstaltungsort ist die Galerie Mutter Fourage, Chausseestr. 15 a, 14109 Berlin-Wannsee, Verkehrsverbindungen: S 1, S 7 und RE bis S-Bhf Wannsee, dann Bus 118, 316 oder 318 bis Rathaus Wannsee.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse galerie@mutter-fourage.de oder unter der Rufnummer 030/805 23 11

ARCHIV

Guthmann Lectures 2018

 

Das Licht tropft von der Pinselspitze

Max Slevogt und der Berliner Impressionismus

Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag von Max Slevogt

 

Im Oktober 2018 jährt sich der Geburtstag des Malers, Zeichners und Graphikers Max Slevogt (1868-1932) zum hundertfünfzigsten Mal. Die Guthmann Akademie nimmt dies zum Anlass, Slevogt mit einer Vortragsreihe zu ehren. In ihrem Zentrum stehen Leben und Schaffen eines Künstlers, der zusammen mit Max Liebermann und Lovis Corinth dem großen „Dreigestirn des deutschen Impressionismus“ zugerechnet wird. Dabei widmet sich die Guthmann Akademie dem Künstler an einer seiner wichtigsten Wirkungsstätten: in Neu-Cladow!

 

„… die schöne Welt, die wir so lieben“ –

Max Slevogt & Johannes Guthmann im Spiegel ihrer Korrespondenz

16. Dezember 2018 – 14 Uhr

Abb_11_Slevogt_Flora_1919_NEU

Max Slevogt: Fortuna, 1919 © Saarlandmuseum Saarbrücken

Als das „schönste Trutz- u. Schutzbündnis“ bezeichnet der Maler, Zeichner und Graphiker Max Slevogt (1868-1932) seine Freundschaft mit dem Kunsthistoriker, Schriftsteller und Sammler Johannes Guthmann  (1876-1955) in einem Brief vom 29. Dezember 1917 und benennt damit die Besonderheit einer Beziehung, die von früh an von einer hohen wesensmäßigen Übereinstimmung und einem tiefen Verständnis für das Tun und Schaffen des jeweils anderen geprägt war. Am wohl Unmittelbarsten spricht sich die besondere Qualität ihrer Verbindung in der umfangreichen Korrespondenz aus, die fester Bestandteil des intensiven Austauschs zwischen Max Slevogt und Johannes Guthmann war,  welcher seine Wurzeln in Slevogts erstem Neu-Cladower Aufenthalt 1911 hatte. Zeitlebens beschäftigte sich Guthmann als Kunsthistoriker, Schriftsteller und Sammler mit Slevogt, dessen Werk er bewunderte und dem er als Mensch aufs Engste freundschaftlich verbunden war Dem Dialog zwischen Max Slevogt und Johannes Guthmann wollen wir uns im Rahmen der Guthmann Lectures am 16. Dezember 2018 widmen und damit die Vortragsreihe Das Licht tropft von der Pinselspitze beschließen, mit der die Guthmann Akademie in diesem Jahr den 150. Geburtstag von Max Slevogt feiert.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

___________________

ARCHIV

 

Von Kirschblüten, Weinernten & Sommergewittern

Max Slevogt und die Pfalz

22. April 2018 – 14 Uhr

 

Die fruchtbare und sonnenreiche Landschaft der Pfalz war für Max Slevogt zeit seines Lebens nie versiegender Quell zu künstlerischer Inspiration. Seit 1901 zwischen Berlin und seiner pfälzischen Wahlheimat pendelnd, scheinen die Arbeiten beinahe zahllos, in denen der Künstler die pfälzische Landschaft in’s Bild setzte. Insbesondere jene Gemälde, die auf seinem 1914 erworbenen Hofgut Neukastel bei Leinsweiler in der Südpfalz entstanden, künden dabei von der Auseinandersetzung des Künstlers mit den besonderen topographischen und atmosphärischen Reizen der pfälzischen Landschaft. Dass Slevogt sein künstlerisches Augenmerk dabei insbesondere auf die wechselnden Tages- und Jahreszeiten sowie die unterschiedlichen Witterungsbedingungen lenkte, ließ ihn mit spontan-gestischer Handschrift landschaftliche Impressionen von unverwechselbarem Charakter schaffen. Slevogts enger lebens- wie schaffensmäßiger Beziehung zur Pfalz wollen wir uns im dritten Vortrag der Reihe „Das Licht tropft von der Pinselspitze“ am 22. April 2018 um 14 Uhr im Gutshaus Neukladow widmen.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

Max Slevogt Kleine Weinernte 1913

Max Slevogt: Kleine Weinernte, 1913 © Max Slevogt-Galerie, Schloss Villa Ludwigshöhe, Edenkoben – GDKE Rheinland-Pfalz (Foto: Axel Brachat)

___________________

 

Von der Havel zu den Pyramiden

Max Slevogt und Johannes Guthmann in Ägypten

18. März 2018 – 14 Uhr

 

Max_Slevogt_Sandsturm_in_der_Libyschen_Wüste_1914

Max Slevogt: Sandsturm in der Libyschen Wüste, 1914 © Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

„Die Gemälde aus Ägypten bedeuten eine ganze Epoche. Die Reihe der in Ägypten entstandenen Landschaften ist alles in allem vielleicht doch das schönste Dokument des deutschen Freilicht-Impressionismus“, schreibt der Kunsthistoriker Emil Waldmann über die kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs entstandenen Ägyptenbilder Max Slevogts. Dass Johannes Guthmann den Entstehungsprozess dieser epochemachenden und im Œuvre des großen deutschen Impressionisten so bedeutsamen Werkgruppe unmittelbar miterleben konnte, verdankt sich seiner Freundschaft zu Slevogt, deren Grundstein während der Neu-Cladower Aufenthalte des Malers in den Sommern 1911 und 1912 gelegt wurde und die schließlich lebenslang währte. In dem Zyklus von 21 Gemälden und den zahlreichen Aquarellen und Zeichnungen, die Max Slevogt im Februar und März 1914 in Ägypten schuf, erfuhr die Farbenlust der zwei Jahre zuvor in Neu-Cladow entstandenen Bilderreihe eine nochmalige Steigerung. Mit zupackender Handschrift fing der Künstler in farbintensiven, leuchtkräftigen Bildern das gleißende Licht der ägyptischen Sonne ein. Die Geschichten und Anekdoten, die Johannes Guthmann uns in seinen zahlreichen Schriften von der Reise erzählt, geben nicht nur Einblick in die Schaffensweise des impressionistischen Malers. Sie werfen auch ein Licht auf den fruchtbaren geistig-künstlerischen Austausch der Reisegefährten, deren Fahrt nach Ägypten das bereits in den drei Jahren zuvor in Neu-Cladow geknüpfte freundschaftliche Band aufs engste festigte und auch Johannes Guthmann zu schriftstellerischem Schaffen inspirierte. Mitten im Krieg erschien 1917 im Verlag Bruno Cassirer sein Buch „Bilder aus Ägypten“ – ein Hoffnungsschimmer in finsterer Zeit und ein Vermächtnis dessen, was Slevogt mit Guthmann verband: die Liebe zu den Schönheiten der Welt.

______________________

 

Ein Garten Eden an der Havel

Max Slevogt und Neu-Cladow

21. Januar 2018 – 14 Uhr

Slevogt_NC_Gutshaus_Pfau.jpgMax Slevogt: Blumengarten I in Neu-Cladow, 1912 © Münster, LWL-Museum

Auf dem Anwesen des Kunsthistorikers und Schriftstellers Dr. Johannes Guthmann (1876-1956) hatte der impressionistische Maler in den pulsierenden Jahren um 1910 einen gleichsam arkadischen Ort gefunden, der ihm einen idealen Rahmen für seine körperliche wie geistige Rekreation bot und ihn vielfach künstlerisch inspirierte: Im Gartenpavillon schuf Slevogt seine ersten Wandmalereien mit Paraphrasen auf Mozarts „Zauberflöte“. In farbsprühenden Gemälden fing er die geistvoll-elegante Atmosphäre von Haus und Garten ein.

Neu-Cladow war für Max Slevogt ein moderner Garten Eden, den er nicht müde wurde zu porträtieren. Am 21. Januar 2018 um 14 Uhr widmet sich der erste Vortrag Reihe „Das Licht tropft von der Pinselspitze – Max Slevogt und der Berliner Impressionismus“ der besonderen Beziehung Max Slevogts zu Neu-Cladow.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

______________

Guthmann Lectures 2017

 

Sonntag, 19. November 2017 – 15 Uhr

 

„Mit der Leinwand an die Havel – Neu-Cladow und die Berliner Secession“

 

Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

 

Max_Slevogt_Blumengarten_II_in_Neu_Cladow_SMPKMax Slevogt: Blumengarten II in Neu-Cladow, 1912 © SMPK

Immer wieder zog es den impressionistischen Maler Max Slevogt nach Neu-Cladow, um hier am Havelstrand die Naturschönheit des Ortes und dessen geistig anregende Atmosphäre mit Pinsel und Zeichenstift festzuhalten. Noch heute kündet Slevogts Neu-Cladower Gemäldezyklus von jener Aufbruchstimmung, die Haus und Park um 1910 durch das Wirken des Kunsthistorikers und Schriftstellers Johannes Guthmann (1876-1956) erfüllte. Durch Guthmann wurde Neu-Cladow zu einem modernen Musenhof, an dem sich Bildende Künstler und Schriftsteller, Schauspieler und Musiker ein rekreativ-kreatives Stelldichein gaben – darunter auch zahlreiche Mitglieder der Berliner Secession. Sie schufen nicht nur Werke in Neu-Cladow, sondern auch für Neu-Cladow: neben Arbeiten von Max Slevogt befanden sich in der Kunstsammlung des Hausherrn Arbeiten von Hans Purrmann und August Gaul, Ernst Barlach und Georg Kolbe. Der Verbindung von Johannes Guthmann und Neu-Cladow zur Berliner Secession widmet sich ein Vortrag der Leiterin der Guthmann Akademie Dr. Miriam-Esther Owesle im Rahmen der Guthmann Lectures am 19. November 2017 um 15 Uhr. Dann heißt es im Musiksaal des Gutshauses Neu-Cladow: „Mit der Leinwand an die Havel – Neu-Cladow und die Berliner Secession“.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €)