Junges Forum

Der etablierte Kultur- und Wissenschaftsbetrieb bietet Studierenden und Absolventen der Kunst- und Geisteswissenschaften kaum Möglichkeiten, ihre Forschungsergebnisse einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Junge Forum der Guthmann Akademie möchte jungen Wissenschaftlern bereits früh die Möglichkeit eröffnen, ihre Forschungsthemen auf dem Gebiet der Berliner Kunst- und Kulturgeschichte sowohl einem kunsthistorisch versierten Fachpublikum als auch einem kunsthistorisch interessierten Laienpublikum zu präsentieren, sich dabei zu vernetzen und sich dem etablierten Kunst- und Kulturbetrieb vorzustellen. Im Rahmen der ersten Vortragsreihe Der weibliche Blick – Berliner Künstlerinnen um 1900 werden Forschungsergebnisse präsentiert, die als wegweisend für die weitere Forschung gelten können.

 

Junges Forum der Guthmann Akademie

im Gutshaus Neukladow

 

Sonntag, 18. November 2018 – 14 Uhr

Von Berlin nach Hiddensee –

Die Künstlerin Julie Wolfthorn (1864-1944)

 

Einführung

Dr. Miriam-Esther Owesle (Guthmann Akademie)

Vortrag

Viktoria Gehricke (Freie Universität Berlin)

„Eine durch und durch moderne Künstlerin“Julie Wolfthorns Etablierung im Kunstbetrieb ihrer Zeit

 

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Julie Wolfthorn: Mädchen mit blaugrünen Augen, 1899 (Jack Daulton Collection)

Die blühende Groß-Berliner Kunst- und Kulturszene des frühen 20. Jahrhunderts kannte außergewöhnlich viele Künstlerinnen zu einer Zeit, in der Frauen der Zugang zur Akademie noch immer verwehrt war. Eine der bekanntesten von ihnen war ihrerzeit Julie Wolfthorn (1864-1944).

Jüngst haben Publikationen wie das 2011 erschienene Werkverzeichnis von Dr. Heike Carstensen und Ausstellungen wie die 2015/16 in der Liebermann-Villa gezeigte Schau „Frauen der Secession II“ die Künstlerin wieder ins kollektive wie kunsthistorische Bewusstsein gerückt. Und doch war Julie Wolfthorn viel zu lange in Vergessenheit geraten. Dabei wussten selbst die kritischsten ihrer Zeitgenossen das handwerkliche Können, den Erfindungsreichtum und die Vielfalt der Künstlerin zu schätzen.

Wer war Julie Wolfthorn? Und welche Rolle spielte sie im Kunstbetrieb ihrer Zeit? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Junge Forum der Guthmann Akademie am 18. November 2018 um 14 Uhr im Gutshaus Neukladow und würdigt damit eine höchst vielseitig engagierte und vernetzte Malerin und Grafikerin.

In ihrem Vortrag „Eine durch und durch moderne Künstlerin“ wird sich Viktoria Gehricke (Freie Universität Berlin) der Frage nach der Etablierung und Positionierung Julie Wolfthorns im Kunstbetrieb ihrer Zeit widmen. Einführende Worte über Julie Wolfthorns lebens- und schaffensmäßigen Weg Von Berlin nach Hideensee spricht die Leiterin der Guthmann Akademie Dr. Miriam-Esther Owesle.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €). Für Studierende ist der Eintritt frei!

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

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Junges Forum der Guthmann Akademie

im Gutshaus Neukladow

 

Sonntag, 15. April 2018 – 14 Uhr

Vom Walchensee nach New York –

Charlotte Berend-Corinth (1880-1967)

 

Einführung

Dr. Miriam-Esther Owesle (Guthmann Akademie)

 

VORTRAG

Fabiana Blasco, B. A. (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)  

Die verrenkte Frau? Zur Rolle von Geschlecht in der Rezeption des künstlerischen Werks von Charlotte Berend

 

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Charlotte Berend-Corinth: Selbstbildnis, 1921 © Friedhelm Oriwol-Stiftung Walchenseemuseum Urfeld

In beinahe unzähligen Bildern hat der impressionistische Maler Lovis Corinth (1858-1925) seine Geliebte und spätere Ehefrau Charlotte Berend-Corinth (1880-1967) porträtiert. Denken wir an Charlotte Berend, so erscheint diese vor unserem geistigen Auge gleichsam durch den künstlerischen Filter Lovis Corinths … ein Filter, der dazu verleitet, Charlotte Berend  insbesondere als Ehefrau des berühmten Malers und Mutter seiner beiden Kinder, als Gefährtin, Muse und Hüterin des künstlerischen Vermächtnisses Lovis Corinths zu sehen. Dessen ungeachtet drängte es Charlotte Berend zeitlebens nach eigenständigem künstlerischem Ausdruck. Ihr umfangreiches malerisches, zeichnerisches, druckgraphisches aber auch schriftstellerisches Werk kündet davon, dass sich die Künstlerin intensiv mit der Rolle der Frau in ihrer Zeit auseinandersetzte und sich dabei auf höchst originäre wie moderne Weise zu positionieren wusste.

Das Junge Forum der Guthmann Akademie nimmt sich der Frage an, wer die Frau und Künstlerin Charlotte Berend unabhängig von ihrer lebenslangen Bezogenheit auf Lovis Corinth war. Dabei sollen neue Forschungsergebnisse in den Fokus gerückt werden. So wird Fabiana Blasco, B. A. (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder) in ihrem Vortrag Die verrenkte Frau? am 15. April 2018 um 14 Uhr im Gutshaus Neukladow  Zur Rolle von Geschlecht in der Rezeption des künstlerischen Werks von Charlotte Berend sprechen. Einführende Worte über Charlotte Berend-Corinths lebens- und schaffensmäßigen Weg Vom Walchensee nach New York spricht die Leiterin der Guthmann Akademie Dr. Miriam-Esther Owesle.

 

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ARCHIV

 

Junges Forum der Guthmann Akademie

im Gutshaus Neukladow

 

Sonntag, 26. November 2017 – 15 Uhr

 

 „Zwischen Paris und Berlin –

Maria Slavona und der Berliner Impressionismus“

 

Vortrag von Franziska Malik B. A. (Freie Universität Berlin)

& Dr. Miriam-Esther Owesle (Guthmann Akademie)

 

Maria_Slavona_Stillleben_1911

Maria Slavona: Stillleben vor rotem Hintergrund, 1911

„… ich bin mir jetzt meiner Sache sicher“, schreibt die Malerin und Zeichnerin Maria Slavona (1865-1931) im Jahre 1894 und benennt damit auf prägnante Weise ihre unverbrüchliche Überzeugung, zur Künstlerin berufen zu sein. Die Konsequenz, mit der sie ihren beruflichen Weg beschritt, sicherte Maria Slavona dabei jene Anerkennung, die für eine Frau in dem von Männern dominierten Kunstbetrieb um 1900 keine Selbstverständlichkeit war. Ungeachtet der einstigen Reputation  der Künstlerin, die mit ihren Werken auf den modernen Pariser Salons ebenso vertreten war wie auf Ausstellungen der Berliner Secession, ist der Bekanntheitsgrad Maria Slavonas mit den Jahren verblasst. Das Junge Forum der Guthmann Akademie – einem Format zur Förderung des kulturwissenschaftlichen Nachwuchses – nimmt sich dem bemerkenswerten Œuvre der impressionistischen Künstlerin an. Dabei sollen neue Forschungsergebnisse in den Fokus gerückt werden. So wird Franziska Malik (Freie Universität Berlin) in ihrem Vortrag „Berühmt aber vergessen – Die Künstlerin Maria Slavona“ bisher unbekannte Facetten der Biographie der Künstlerin beleuchten. Einführende Worte über Maria Slavona und den Berliner Impressionismus spricht die Leiterin der Guthmann Akademie Dr. Miriam-Esther Owesle.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €)

 

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