Aktuelles

Sommer-Vortrag der Guthmann Akademie

 

anlässlich der Ausstellung Sommerlandschaften – Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen in der Galerie Mutter Fourage

 

22. Juli 2018 – 14 Uhr

Ein Landhaus für Manet & van Gogh

Die Villa von Franz und Margarete Oppenheim und ihre Kunstsammlung am Wannsee

 

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Vincent van Gogh: Rosen, 1890 © Metropolitan Museum, New York

„Die Leitung der Fabrik besorge ich, das Departement Kunst untersteht meiner Frau“, schreibt der Unternehmer Franz Oppenheim (1852-1929) im Jahre 1909 an den Direktor der Berliner Gemäldegalerie Wilhelm von Bode. In den beiden Jahren zuvor hatte Oppenheim sich und seiner Frau ein großes Landhaus in der Villenkolonie Alsen durch den Architekten Alfred Messel errichten lassen, dessen spektakuläres Herzstück eine mehr als zwanzig Meter lange Gemäldegalerie war, in der eine opulente Kunstsammlung Platz fand: Im „Großen Messel“ – wie die Villa Oppenheim in der Großen Seestraße 16 (heute: Zum Heckeshorn 38) genannt wurde – gaben sich Gemälde von Vincent van Gogh und Edouard Manet ein Stelldichein und bezeugten den bereits früh an der zeitgenössischen Kunst orientierten und vornehmlich auf französische Impressionisten fokussierten Geschmack Margarete Oppenheims (1857-1935), deren Cézanne-Sammlung als die seinerzeit größte in Deutschland galt und die in ihrem von Alfred Messel angelegten und durch Paul O. A. Baumgarten und Alfred Lichtwark in den 1910er Jahren umgestalteten Garten unter anderem Tierplastiken des Sezessions-Bildhauers August Gaul aufstellen ließ.

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung Sommerlandschaften in der Galerie Mutter Fourage mit Werken von Walter Leistikow, Philipp Franck, Franz Heckendorf, Lou Albert-Lasard, Oscar Begas, Theo von Brockhusen, Emil Pottner, Anton von Werner,  und vielen anderen, nimmt sich die Guthmann Akademie in einem Sommer-Vortrag in der Galerie Mutter Fourage dem Wannseer Refugium von Franz und Margarete Oppenheim an.

Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10 € / erm. 8 €. Um Reservierung wird gebeten. Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

 

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Arkadien liegt an der Havel –

5 Jahre Neu-Cladower Salon

 

Jubiläumsveranstaltung – Musik & Dichtung im Dialog

10. Juni 2018 – 14 Uhr

 

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Max Slevogt: Diener auf der Terrasse in Neu-Cladow, 1912 © Saarlandmuseum Saarbrücken

 

Seit den Tagen der Neuromantik sei der Klang der Harfe „für den Ausdruck feierlichen Glanzes und strahlenden, silbrigen Leuchtens“ unentbehrlich, heißt es 1924 im Handbuch der Musikgeschichte. Welches Instrument könnte sich demnach besser eignen, um das fünfjährige Jubiläum des Neu-Cladower Salons festlich zu begehen!

Zusammen mit der Violinistin Eva-Christina Schönweiß, wird die Harfenistin Anna Maria Fitzenreiter im Neu-Cladower Salon am 10. Juni 2018 um 14 Uhr einen außergewöhnlichen Klangzauber entstehen lassen, der die märchenhaft-poetische Atmosphäre des Guthmann’schen Neu-Cladower Salons von einst ins Hier und Heute transportiert.

Im Dialog mit neuromantischen Texten aus der Feder des Kunsthistorikers, Schriftstellers und Sammlers Johannes Guthmann (1876-1956), der in Neu-Cladow seinem Traum von einem Arkadien an der Havel sichtbare Gestalt verlieh, bringen die beiden Künstlerinnen unter anderem Werke von Gabriel Fauré (1845-1924), Jacques Ibert (1890-1962), Désire-Émile Inghelbrecht (1880-1965), Erik Satie (1866-1925), Eugène Ysaÿe (1858-1931), Ralph Vaughan Williams (1872-1958) und Camille Saint-Saëns (1835-1921) zu Gehör und schließen dem Publikum damit eine bezaubernde Klangwelt auf, die in hervorragender Weise zum neuromantischen Geist Neu-Cladows passt.

Anna Maria Fitzenreiter spielt als Harfenistin an renommierten Konzert- und Opernhäusern wie der Staatsoper Berlin, der Komischen Oper, der Deutschen Oper sowie an den Opernhäusern in Halle, Rostock und Cottbus. Sie verfügt über ein umfangreiches und sich ständig erweiterndes Solo-Repertoire und erarbeitet mit namhaften Musikerkollegen Kammermusik der unterschiedlichsten Epochen. So macht sie im Duo mit Eva-Christina Schönweiß ihrem Publikum jene zauberhaften Klangwelten erfahrbar, die durch den intim-filigranen Charakter der seltenen Kombination Violine und Harfe entstehen. Eva-Christina Schönweiß ist als Violinistin Stimmführerin beim Deutschen Symphonie Orchester (DSO) und Primaria des Niccolò Quartetts sowie Honorarprofessorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ (Berlin). Zudem ist sie Mitbegründerin der Akademie des DSO sowie des Kammermusikprojektes des Deutschen Symphonie Orchesters an Berliner Schulen.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 20 € (erm. 15 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

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ARCHIV

Neu-Cladower Salon 2018

Mimen, Musen und Memoiren – Illustre Gäste in Neu-Cladow

 

6. Mai 2018 – 14 Uhr

„Ambrosische Nächte in Neu-Cladow“ –

Der Pianist Conrad Ansorge

 

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Max Slevogt: Conrad Ansorge am Flügel im Neu-Cladower Musiksaal, 1912

Der Musiksaal des Gutshauses ist das Herzstück von Neu-Cladow. Insbesondere ein Künstler hat dieses Herz vor gut hundert Jahren auf unverwechselbare Art zum Schlagen gebracht: der Pianist, Komponist und Musikpädagoge Conrad Ansorge (1862-1930). Als enger Freund des Jahrhundertschriftstellers Gerhart Hauptmann und des impressionistischen Malers Max Slevogt, den Ansorge mit seinem Spiel bisweilen gar zum Tanz im Gutshaus animierte, gehörte der international renommierte Klavierinterpret und einer der letzten Schüler Franz Liszts zum inneren Kreis der illustren Gäste Johannes Guthmanns und brachte den Blüthner-Flügel im Musiksaal mit Werken seines Lehrers Franz Liszt und mit Stücken von Beethoven, Schumann oder Schubert virtuos zum Klingen.

Wer war dieser Künstler?

Der Neu-Cladower Salon beschäftigt sich am 6. Mai 2018 mit dieser Frage in besonderer Weise: Ausgehend von Ansorges Wirken in Neu-Cladow soll die international bedeutsame Strahlkraft des Künstlers durch die Vorstellung eines jüngst erschienenen Buches beleuchtet werden, das sich Leben und Schaffen Ansorges in umfassender Weise widmet: Conrad Ansorge (1862-1930). Ein Pianist des Fin de siècle in Berlin und Wien, herausgegeben 2017 von Eike Rathgeber, Christian Heitler und Manuela Schwartz im Böhlau Verlag (Wien/Köln/Weimar). Nach einer Einführung in Ansorges Wirken in Neu-Cladow wird das Buch im Gespräch mit Dr. Michael Wittmann und Prof. Dr. Manuela Schwartz vorgestellt. Zwei junge Musiker, Meri Louise Mäkelä und Lennart Emilian Mäkelä (Julius-Stern-Institut, Universität der Künste Berlin), begleiten das Programm musikalisch mit der ersten Sonate für Klavier und Cello op. 5/1 von Ludwig van Beethoven.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

 

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Guthmann Lecture im Gutshaus Neukladow

 

Das Licht tropft von der Pinselspitze

Max Slevogt und der Berliner Impressionismus

Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag von Max Slevogt

 

22. April 2018 – 14 Uhr

 

Von Kirschblüten, Weinernten & Sommergewittern

Max Slevogt und die Pfalz

 

Die fruchtbare und sonnenreiche Landschaft der Pfalz war für Max Slevogt zeit seines Lebens nie versiegender Quell zu künstlerischer Inspiration. Seit 1901 zwischen Berlin und seiner pfälzischen Wahlheimat pendelnd, scheinen die Arbeiten beinahe zahllos, in denen der Künstler die pfälzische Landschaft in’s Bild setzte. Insbesondere jene Gemälde, die auf seinem 1914 erworbenen Hofgut Neukastel bei Leinsweiler in der Südpfalz entstanden, künden dabei von der Auseinandersetzung des Künstlers mit den besonderen topographischen und atmosphärischen Reizen der pfälzischen Landschaft. Dass Slevogt sein künstlerisches Augenmerk dabei insbesondere auf die wechselnden Tages- und Jahreszeiten sowie die unterschiedlichen Witterungsbedingungen lenkte, ließ ihn mit spontan-gestischer Handschrift landschaftliche Impressionen von unverwechselbarem Charakter schaffen. Slevogts enger lebens- wie schaffensmäßiger Beziehung zur Pfalz wollen wir uns im dritten Vortrag der Reihe „Das Licht tropft von der Pinselspitze“ am 22. April 2018 um 14 Uhr im Gutshaus Neukladow widmen.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

Max Slevogt Kleine Weinernte 1913

Max Slevogt: Kleine Weinernte, 1913 © Max Slevogt-Galerie, Schloss Villa Ludwigshöhe, Edenkoben – GDKE Rheinland-Pfalz (Foto: Axel Brachat)

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Junges Forum der Guthmann Akademie

im Gutshaus Neukladow

Sonntag, 15. April 2018 – 14 Uhr

Vom Walchensee nach New York –

Charlotte Berend-Corinth (1880-1967)

Einführung

Dr. Miriam-Esther Owesle (Guthmann Akademie)

VORTRAG

Fabiana Blasco, B. A. (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)  

Die verrenkte Frau? Zur Rolle von Geschlecht in der Rezeption des künstlerischen Werks von Charlotte Berend

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Charlotte Berend-Corinth: Selbstbildnis, 1921 © Friedhelm Oriwol-Stiftung Walchenseemuseum Urfeld

In beinahe unzähligen Bildern hat der impressionistische Maler Lovis Corinth (1858-1925) seine Geliebte und spätere Ehefrau Charlotte Berend-Corinth (1880-1967) porträtiert. Denken wir an Charlotte Berend, so erscheint diese vor unserem geistigen Auge gleichsam durch den künstlerischen Filter Lovis Corinths … ein Filter, der dazu verleitet, Charlotte Berend  insbesondere als Ehefrau des berühmten Malers und Mutter seiner beiden Kinder, als Gefährtin, Muse und Hüterin des künstlerischen Vermächtnisses Lovis Corinths zu sehen. Dessen ungeachtet drängte es Charlotte Berend zeitlebens nach eigenständigem künstlerischem Ausdruck. Ihr umfangreiches malerisches, zeichnerisches, druckgraphisches aber auch schriftstellerisches Werk kündet davon, dass sich die Künstlerin intensiv mit der Rolle der Frau in ihrer Zeit auseinandersetzte und sich dabei auf höchst originäre wie moderne Weise zu positionieren wusste.

Das Junge Forum der Guthmann Akademie nimmt sich der Frage an, wer die Frau und Künstlerin Charlotte Berend unabhängig von ihrer lebenslangen Bezogenheit auf Lovis Corinth war. Dabei sollen neue Forschungsergebnisse in den Fokus gerückt werden. So wird Fabiana Blasco, B. A. (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder) in ihrem Vortrag Die verrenkte Frau? am 15. April 2018 um 14 Uhr im Gutshaus Neukladow  Zur Rolle von Geschlecht in der Rezeption des künstlerischen Werks von Charlotte Berend sprechen. Einführende Worte über Charlotte Berend-Corinths lebens- und schaffensmäßigen Weg Vom Walchensee nach New York spricht die Leiterin der Guthmann Akademie Dr. Miriam-Esther Owesle.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €). Für Studierende ist der Eintritt frei!

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

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Neu-Cladower Salon 2018

Mimen, Musen und Memoiren – Illustre Gäste in Neu-Cladow

 

8. April 2018 – 14 Uhr

Pathos im Park – Max Reinhardt und das Neu-Cladower Naturtheater

 

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Max Reinhardt (fotogr. v. Nicola Perscheid), 1911

Der Wunsch, Neu-Cladow im Sinne eines Gesamtkunstwerks auszugestalten, in dem Natur und Kultur zu einem unlösbaren Ganzen miteinander verwoben werden sollten, ließ Johannes Guthmann einen Künstler auf den Plan rufen, der als Theaterregisseur und Intendant zu den renommiertesten Theaterleuten seiner Zeit zählte und maßgeblich dazu beitrug, dass Berlin in den Jahren nach 1900 zur führenden Theatermetropole Deutschlands mit internationalem Ruf avancierte. Es war kein Geringerer als der „Herr des Deutschen Theaters“ Max Reinhardt (1873-1943), der Guthmann bei der Konzeption des von ihm geplanten Naturtheaters beratend zur Seite stand. 1912 mit einer Aufführung antiker Chormusik eröffnet, wurde der Spielbetrieb des „grünen Festspielhauses“ durch den Ersten Weltkrieg jäh unterbrochen. Dass Johannes Guthmann im Sommer 1919 trotz bitterster Not der Nachkriegszeit das lyrische Drama „Der Tor und der Tod“ von Hugo von Hofmannsthal aufführen ließ, war ein Zeichen der Kontinuität in krisengeschüttelter Zeit, von der auch die Beziehung zwischen Johannes Guthmann und Max Reinhardt sprechend kündet: das in Neu-Cladow geknüpfte freundschaftliche Band zwischen Guthmann und Reinhardt überdauerte die Krisenzeit des Ersten Weltkriegs und wirkte bis in die 1920er Jahre hinein fort. Max Reinhardt und seinen vielfältligen Beziehungen zu Neu-Cladow widmet sich der April-Vortrag des Neu-Cladower Salons 2018.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

 

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Guthmann Lecture im Gutshaus Neukladow

 

Das Licht tropft von der Pinselspitze

Max Slevogt und der Berliner Impressionismus

Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag von Max Slevogt

 

18. März 2018 – 14 Uhr

 

Von der Havel zu den Pyramiden

Max Slevogt und Johannes Guthmann in Ägypten

 

Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

 

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Max Slevogt: Sandsturm in der Libyschen Wüste, 1914 © Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

„Die Gemälde aus Ägypten bedeuten eine ganze Epoche. Die Reihe der in Ägypten entstandenen Landschaften ist alles in allem vielleicht doch das schönste Dokument des deutschen Freilicht-Impressionismus“, schreibt der Kunsthistoriker Emil Waldmann über die kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs entstandenen Ägyptenbilder Max Slevogts. Dass Johannes Guthmann den Entstehungsprozess dieser epochemachenden und im Œuvre des großen deutschen Impressionisten so bedeutsamen Werkgruppe unmittelbar miterleben konnte, verdankt sich seiner Freundschaft zu Slevogt, deren Grundstein während der Neu-Cladower Aufenthalte des Malers in den Sommern 1911 und 1912 gelegt wurde und die schließlich lebenslang währte. In dem Zyklus von 21 Gemälden und den zahlreichen Aquarellen und Zeichnungen, die Max Slevogt im Februar und März 1914 in Ägypten schuf, erfuhr die Farbenlust der zwei Jahre zuvor in Neu-Cladow entstandenen Bilderreihe eine nochmalige Steigerung. Mit zupackender Handschrift fing der Künstler in farbintensiven, leuchtkräftigen Bildern das gleißende Licht der ägyptischen Sonne ein. Die Geschichten und Anekdoten, die Johannes Guthmann uns in seinen zahlreichen Schriften von der Reise erzählt, geben nicht nur Einblick in die Schaffensweise des impressionistischen Malers. Sie werfen auch ein Licht auf den fruchtbaren geistig-künstlerischen Austausch der Reisegefährten, deren Fahrt nach Ägypten das bereits in den drei Jahren zuvor in Neu-Cladow geknüpfte freundschaftliche Band aufs engste festigte und auch Johannes Guthmann zu schriftstellerischem Schaffen inspirierte. Mitten im Krieg erschien 1917 im Verlag Bruno Cassirer sein Buch „Bilder aus Ägypten“ – ein Hoffnungsschimmer in finsterer Zeit und ein Vermächtnis dessen, was Slevogt mit Guthmann verband: die Liebe zu den Schönheiten der Welt.

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Neu-Cladower Salon 2018

 

Mimen, Musen und Memoiren – Illustre Gäste in Neu-Cladow

 

4. März 2018 – 14 Uhr

Femme fatale am Havelstrand – Die Schauspielerin Tilla Durieux

 

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Franz von Stuck: Tilla Durieux als Circe, um 1913 © SMB, Alte Nationalgalerie Berlin

Dass die männerbestrickende femme fatale, als die sich die Schauspielerin Tilla Durieux (1880-1971) durch Franz von Stucks Rollenporträt als Circe von 1913 einen unvergänglichen Platz im kollektiven Gedächtnis eroberte, während des Ersten Weltkriegs mit selbstgemachtem Kompott für Johannes Guthmanns leibliches Wohl sorgte, wirft ein Licht auf das enge Verhältnis des Hausherrn zu der renommierten Mimin, die um 1910 Triumphe auf den Berliner Bühnen feierte. Gar oft war Tilla Durieux zusammen mit ihrem Ehemann, dem Kunsthändler Paul Cassirer, in Neu-Cladow zu Gast. Hier fand sie eine Vielzahl jener Gaul’schen Kleinbronzen vor, deren Bewunderin sie war. Hier lieferte sie sich am Havelstrand Scheingefechte mit ihrer Schauspielerkollegin und -konkurrentin Lucie Höflich. Dass das Ende ihrer Ehe tragisch verlief und sich Cassirer anlässlich der drohenden Scheidung in der Kanzlei von Guthmanns Rechtsanwalt 1926 das Leben nahm, kann nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Ehe der beiden über Jahre als durchaus fruchtreiche Verbindung ausnahm, deren Spiegel das behagliche Ambiente und die niveauvolle Atmosphäre ihrer Wohnung im Berliner Tiergartenviertel war. An deren geistig-kulturell anregendem Klima partizipierte Johannes Guthmann zusammen mit seinem Lebensgefährten Joachim Zimmermann gar häufig. Jene Passagen, die Guthmann Tilla Durieux in seinen Lebenserinnerungen widmet, vermögen uns nicht nur Einblick in ein spannendes Künstlerinnenleben zu gewähren, sondern lassen darüber hinaus auch die große Zeit des Berliner Theaters zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder lebendig werden.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

 

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4. Februar 2018 – 14 Uhr

Löwenkinder für Neu-CladowDer Kunsthändler Paul Cassirer

 

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Leopold von Kalckreuth: Paul Cassirer, 1912 © Stiftung Stadtmuseum, Berlin

Zählten die Werke Max Slevogts und August Gauls zum Kernbestand der Kunstsammlung des Kunsthistorikers und Schriftstellers Johannes Guthmann in Neu-Cladow, so wurde der Sammler von keinem Geringeren als dem umtriebigen Kunsthändler und Verleger Paul Cassirer (1871-1926) mit den Werken der Künstler der Berliner Secession versorgt. Cassirer nahm die Rolle eines Hoflieferanten für die umfangreiche Kunstsammlung Johannes Guthmanns ein. Dabei stellte die mußevolle Welt Neu-Cladows mit ihrer inselhaft entrückten Lage einen hochwillkommenen Rekreationsort für den vielbeschäftigten Kunsthändler dar, der den französischen Impressionismus im wilhelminischen Berlin gegen die kaiserliche Kunstdoktrin etablieren half und dafür sorgte, dass sich in der Berliner Kunstszene weit Fenster und Pforten öffneten und frischer Wind und helles Licht in die Atelierräume strömten. Dass wir uns heute noch ein genaues Bild von den im Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich verlorenen Slevogt’schen Wandmalereien im Neu-Cladower Gartenpavillon zu machen vermögen, die 1921 in elf farbigen Lichtdrucken als aufwändige Kassette publiziert wurden, verdankt sich Cassirers leidenschaftlichem Engagement für die moderne Kunst und – für Neu-Cladow.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

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Guthmann Lecture im Gutshaus Neukladow

 

Das Licht tropft von der Pinselspitze

Max Slevogt und der Berliner Impressionismus

Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag von Max Slevogt

 

21. Januar 2018 – 14 Uhr

Ein Garten Eden an der Havel Max Slevogt und Neu-Cladow

 

Im Oktober 2018 jährt sich der Geburtstag des Malers, Zeichners und Graphikers Max Slevogt (1868-1932) zum hundertfünfzigsten Mal. Die Guthmann Akademie nimmt dies zum Anlass, Slevogt mit einer Vortragsreihe zu ehren. In ihrem Zentrum stehen Leben und Schaffen eines Künstlers, der zusammen mit Max Liebermann und Lovis Corinth dem großen „Dreigestirn des deutschen Impressionismus“ zugerechnet wird. Dabei widmet sich die Guthmann Akademie dem Künstler an einer seiner wichtigsten Wirkungsstätten: in Neu-Cladow!

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Max Slevogt: Blumengarten I in Neu-Cladow, 1912 © Münster, LWL-Museum

Auf dem Anwesen des Kunsthistorikers und Schriftstellers Dr. Johannes Guthmann (1876-1956) hatte der impressionistische Maler in den pulsierenden Jahren um 1910 einen gleichsam arkadischen Ort gefunden, der ihm einen idealen Rahmen für seine körperliche wie geistige Rekreation bot und ihn vielfach künstlerisch inspirierte: Im Gartenpavillon schuf Slevogt seine ersten Wandmalereien mit Paraphrasen auf Mozarts „Zauberflöte“. In farbsprühenden Gemälden fing er die geistvoll-elegante Atmosphäre von Haus und Garten ein.

Neu-Cladow war für Max Slevogt ein moderner Garten Eden, den er nicht müde wurde zu porträtieren. Am 21. Januar 2018 um 14 Uhr widmet sich der erste Vortrag Reihe „Das Licht tropft von der Pinselspitze – Max Slevogt und der Berliner Impressionismus“ der besonderen Beziehung Max Slevogts zu Neu-Cladow.

 

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

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 Die Guthmann Akademie zu Gast in der Galerie Mutter Fourage

 

7. Januar 2018 – 14 Uhr

 

Ein Landhaus für Manet & van Gogh

Die Villa von Franz und Margarete Oppenheim und ihre Kunstsammlung am Wannsee

 

Ein Vortrag im Rahmen der Reihe

Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee

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Vincent van Gogh: Rosen, 1890 © Metropolitan Museum, New York

„Die Leitung der Fabrik besorge ich, das Departement Kunst untersteht meiner Frau“, schreibt der Unternehmer Franz Oppenheim (1852-1929) im Jahre 1909 an den Direktor der Berliner Gemäldegalerie Wilhelm von Bode. In den beiden Jahren zuvor hatte Oppenheim sich und seiner Frau ein großes Landhaus in der Villenkolonie Alsen durch den Architekten Alfred Messel errichten lassen, dessen spektakuläres Herzstück eine mehr als zwanzig Meter lange Gemäldegalerie war, in der eine opulente Kunstsammlung Platz fand: Im „Großen Messel“ – wie die Villa Oppenheim in der Großen Seestraße 16 (heute: Zum Heckeshorn 38) genannt wurde – gaben sich Gemälde von Vincent van Gogh und Edouard Manet ein Stelldichein und bezeugten den bereits früh an der zeitgenössischen Kunst orientierten und vornehmlich auf französische Impressionisten fokussierten Geschmack Margarete Oppenheims (1857-1935), deren Cézanne-Sammlung als die seinerzeit größte in Deutschland galt und die in ihrem von Alfred Messel angelegten und durch Paul O. A. Baumgarten und Alfred Lichtwark in den 1910er Jahren umgestalteten Garten unter anderem Tierplastiken des Sezessions-Bildhauers August Gaul aufstellen ließ. Im Rahmen der Vortragsreihe „Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee“ nimmt sich der Neu-Cladower Salon in der Galerie Mutter Fourage im November dem Wannseer Refugium von Franz und Margarete Oppenheim an.

Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10 € / erm. 8 €. Um Reservierung wird gebeten. Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

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Guthmann Soirée

im Gutshaus Neukladow

 

Samstag, 9. Dezember 2017 – 15 Uhr

 

Von der Unvergänglichkeit des Schönen in der Welt –

Johannes Guthmanns Traum vom Arkadien an der Havel

 

Eine musikalisch-literarische Soirée mit Heike Hofereiter & Miriam-Esther Owesle

 

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In einer musikalisch-literarischen Soirée erzählen die Pianistin Heike Hofereiter und die Kunsthistorikerin Miriam-Esther Owesle von dem Glauben an die Unvergänglichkeit des Schönen im Spiegel der Biographie des Schriftstellers und Sammlers Johannes Guthmann (1876-1956). Dieser hatte vor rund hundert Jahren in dem frühklassizistischen Gutshaus Neu-Cladow einen Kreis illustrer Gäste um sich geschart, zu denen der impressionistische Maler Max Slevogt und der Bildhauer August Gaul ebenso gehörten wie der Kunsthändler Paul Cassirer und die Schauspielerin Tilla Durieux, der Schriftsteller Gerhart Hauptmann, der Theaterintendant Max Reinhardt sowie der spätere Außenminister Walther Rathenau. In ihrem Buch „‚Neu-Cladow und nichts anderes!‘ – Johannes Guthmanns Traum vom Arkadien an der Havel“ (be.bra wissenschaft verlag 2014) hat die Kunsthistorikerin Miriam-Esther Owesle die sprühend geistvolle Atmosphäre der Blütezeit Neu-Cladows eingefangen und lässt im literarisch-musikalischen Dialog mit der Pianistin Heike Hofereiter den neuromantischen Traum Guthmanns von einem Arkadien an der Havel lebendig werden.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 20 € (erm. 15 €)

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Neu-Cladower Salon

zu Gast in der Galerie Mutter Fourage

 

Salonreihe 2017

Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee

 

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Max Liebermann: Der Garten der Familie Arnhold, 1911

 

Sonntag, 3. Dezember 2017 – 18 Uhr

„Kohlenkönig“ und Mäzen

Eduard Arnhold und seine Villa am Großen Wannsee

 

Es mag kein Zufall sein, dass Max Liebermann den Garten seines Nachbarn Eduard Arnhold (1849-1925) am Großen Wannsee 4 in einem 1911 entstandenen Gemälde aus der Vogelperspektive mit weit schweifendem Blick ins offene Blau des Großen Wannsees gestaltet hat – Weltoffenheit und Weitblick zeichneten das kulturelle Engagement des Unternehmers und Mäzens aus, der als Multimillionär einer der reichsten Männer seiner Zeit war und um 1900 zu den wichtigsten Förderern von Kunst und Wissenschaft gehörte. In maßgeblicher Weise zeichnete Eduard Arnhold dafür verantwortlich, dass die frühe Moderne in den konservativen wilhelminischen Kunstbetrieb Einzug halten konnte. Dabei fand nicht nur der französische Impressionismus in dem „Kohlenmagnaten“ einen seiner bedeutendsten Befürworter – auch der deutschen zeitgenössischen Kunst war Eduard Arnhold ein wichtiger Protegé. Dass Liebermanns Impressionismus das Interesse des Sammlers ebenso weckte wie die Neuromantik Böcklins bezeugt, dass der zeittypische Streit der Richtungen in der Sammlung Arnhold zur Beruhigung gelangte. Hier fanden sich – wie Hugo von Tschudi 1909 feststellte – die Meister des 19. Jahrhunderts zu „einem wahren Friedensfeste“ vereinigt. Der Dezember-Vortrag des Neu-Cladower Salons in der Galerie Mutter Fourage ist dem großen Sammler und Mäzen Eduard Arnhold gewidmet.

Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee

www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10 € / erm. 8 €. Um Reservierung wird gebeten.

Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

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Die Guthmann Akademie zu Gast in der Villa Oppenheim

 

Mittwoch, 22. November 2017 – 18 Uhr – Villa Oppenheim

 

Kalte Luft und warmes Licht –

Hans Baluschek und sein Gemälde „Zur Grube“

 

Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

 

1914 schuf der Berliner Maler, Zeichner und Graphiker Hans Baluschek (1870-1935) mit seinem Gemälde „Zur Grube“ ein Hauptwerk der Charlottenburger Kunstsammlung, das in charakteristischer Weise nicht nur Aufschluss gibt über die Intentionen des Künstlers, sondern in dem sich darüber hinaus auch die  Ambivalenzen des modernen Industriezeitalters und seine sozialen Begleiterscheinungen spiegeln. Das Gemälde im Kontext des künstlerischen OEuvres Hans Baluscheks ebenso wie vor dem soziokulturellen Hintergrund seiner Enstehungszeit zu betrachten, wird Thema des Vortrags sein.

Hans_Baluschek_Zur_Grube_1914Hans Baluschek: Zur Grube, 1914

http://www.villa-oppenheim-berlin.de/veranstaltungen/alle.html

Der Eintritt ist frei.

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Guthmann Lecture

im Gutshaus Neukladow

 

Sonntag, 19. November 2017 – 15 Uhr

 

„Mit der Leinwand an die Havel – Neu-Cladow und die Berliner Secession“

 

Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

 

Max_Slevogt_Blumengarten_II_in_Neu_Cladow_SMPKMax Slevogt: Blumengarten II in Neu-Cladow, 1912 © SMPK

Immer wieder zog es den impressionistischen Maler Max Slevogt nach Neu-Cladow, um hier am Havelstrand die Naturschönheit des Ortes und dessen geistig anregende Atmosphäre mit Pinsel und Zeichenstift festzuhalten. Noch heute kündet Slevogts Neu-Cladower Gemäldezyklus von jener Aufbruchstimmung, die Haus und Park um 1910 durch das Wirken des Kunsthistorikers und Schriftstellers Johannes Guthmann (1876-1956) erfüllte. Durch Guthmann wurde Neu-Cladow zu einem modernen Musenhof, an dem sich Bildende Künstler und Schriftsteller, Schauspieler und Musiker ein rekreativ-kreatives Stelldichein gaben – darunter auch zahlreiche Mitglieder der Berliner Secession. Sie schufen nicht nur Werke in Neu-Cladow, sondern auch für Neu-Cladow: neben Arbeiten von Max Slevogt befanden sich in der Kunstsammlung des Hausherrn Arbeiten von Hans Purrmann und August Gaul, Ernst Barlach und Georg Kolbe. Der Verbindung von Johannes Guthmann und Neu-Cladow zur Berliner Secession widmet sich ein Vortrag der Leiterin der Guthmann Akademie Dr. Miriam-Esther Owesle im Rahmen der Guthmann Lectures am 19. November 2017 um 15 Uhr. Dann heißt es im Musiksaal des Gutshauses Neu-Cladow: „Mit der Leinwand an die Havel – Neu-Cladow und die Berliner Secession“.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €)

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Mehr als nur Impressionismus

Künstler der Berliner Secession in der Galerie Mutter Fourage

 

Vernissage – 15. Oktober 2017 – 13 Uhr

 

Über die Künstlervereinigung Berliner Secession hat Dr. Anke Matelowski jüngst mit ihrer Publikation „Die Berliner Secession 1899 – 1937. Chronik, Kontext, Schicksal“ (Nimbus Verlag) ein neues Grundlagenwerk vorgelegt, das die Aktivität und Bedeutsamkeit der Berliner Secession in den knapp vierzig Jahren ihres Bestehens aufs Genaueste darlegt. Die Galerie Mutter Fourage (Chausseestraße 15 a, 14109 Berlin – Wannsee) zeigt aus diesem Anlass vom 20. Oktober bis 17. Dezember 2017 jeweils Freitags von 14-18 Uhr sowie Sa+So 12-17 Uhr (und nach Vereinbarung) eine umfassende Schau mit Werken Berliner Secessionisten, deren Facettenreichtum deutlich macht, dass die Berliner Secession „mehr“ war – „als nur Impressionismus“.

Die Guthmann Akademie wird die Vernissage zur Ausstellung „Mehr als nur Impressionismus“ – Künstler der Berliner Secession“ mit einführenden Worten von Dr. Miriam-Esther Owesle mitgestalten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Ausstellung unter folgendem link:

Flyer_Ausstellung_Berliner_Secession_Galerie_Mutter_Fourage

Heckendorf_Stadt_im_Gebirge_1919

Franz Heckendorf: Stadt im Gebirge, 1919

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Luther & die musikalischen Boten der Reformation

 

14. Oktober 2017 – 17 Uhr – Dorfkirche Kladow

 

 „Luthers Bibelübersetzung hat die größten Wirkungen hervorgebracht“ – dies sagt kein Geringerer als der Deutschen wohl größter Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe. Eine der nachhaltigsten Wirkungen zeigt sich dabei in der Musik. In Werken von Heinrich Schütz und Max Reger, Otto Nicolai und Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms und Johann Sebastian Bach ist uns Martin Luther und seine Leistung noch immer ganz gegegenwärtig. Der Kammerchor Falkensee unter Leitung von Jens Hofereiter, wird uns dies am 14. Oktober 2017 um 17 Uhr in der Dorfkirche Kladow (Kladower Damm 369, 14089 Berlin) aufs Lebendigste zu Gehör bringen. Dr. Miriam-Esther Owesle widmet sich in zwei gesprochenen Beiträgen dem für Luther gar engen Band zwischen Wort und Musik.

Eintritt und Platzwahl sind frei.

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Gustav Adolf Spangenberg: Luther im Kreise seiner Familie musizierend, 1866

 

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Neu-Cladower Salon

zu Gast in der Galerie Mutter Fourage

 

Salonreihe 2017

Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee

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Familie Richter auf der Terrasse in Wannsee, um 1900

1. Oktober 2017 – 14 Uhr

Hofmannsthal zu Gast in Wannsee

Die Salonnière Cornelie Richter und ihr Landsitz auf dem Wehrhorn

 

In heiter-lichtdurchwirkten Gemälden hat uns der Maler Philipp Franck jenen Garten überliefert, den zu hegen und pflegen der Witwe des Malerfürsten Gustav Richter (1823-1884) Herzensangelegenheit war. Mit ihrem Landsitz auf dem Wehrhorn – einer Halbinsel zwischen Kleinem Wannsee und Pohlesee – schuf  Cornelie Richter (1842-1922) insbesondere in den Jahren zwischen 1890 und 1914 ein idyllisches Refugium, in dem auch die Kultur reiche Blüten trieb. Galten bereits zu Lebzeiten ihres Mannes die Atelierfeste in der gemeinsamen Stadtwohnung als legendäre Zusammenkünfte der geistig-kulturellen Elite der Gründerzeit, so empfing Cornelie Richter in ihrem 1888 von Hermann Ende erbauten Sommerdomizil in der Villenkolonie Alsen insbesondere jenen Kreis, mit dem sie in engstem Kontakt stand – darunter bedeutende Vertreter der künstlerischen Avantgarde. Der Dichter und Dramatiker Hugo von Hofmannsthal war dabei ebenso gern gesehener und häufiger Gast in der Hohenzollernstraße 12 wie der Schriftsteller und Mäzen Harry Graf Kessler. Der Salonnière Cornelie Richter und ihrem Wannseer Refugium ist der Oktober-Vortrag des Neu-Cladower Salons in der Galerie Mutter Fourage gewidmet.

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Neu-Cladower Salon

zu Gast in der Galerie Mutter Fourage

 

3. September 2017 – 14 Uhr

Mit der Staffelei in’s Grüne – Philipp Franck

und sein Traum von einer Künstlerkolonie am Wannsee

 

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Philipp Franck: Wannseegarten, 1926

Lange bevor sich der Maler und Zeichner Philipp Franck (1860-1944) im Jahre 1909 sein Atelierhaus in der Wannseer Hohenzollernstraße 7 bauen ließ, hatte der aus Frankfurt am Main stammende Künstler mit Pinsel und Zeichenstift bereits jene malerische Havellandschaft um Potsdam festgehalten, der zeitlebens seine unverbrüchliche Liebe galt und deren Schönheiten er nicht nur in weitgehend unberührter Natur, sondern auch in den Landschaftsgärten zahlreicher Sommerhäuser der Villenkolonie Alsen nachspürte. Dabei pflegte Philipp Franck nicht nur Umgang mit wohlsituierten Villenbesitzern wie Eduard Arnhold oder Cornelie Richter, sondern stand auch in engstem Austausch mit Künstlern wie Hans Herrmann oder Max Liebermann. In Francks dichtem gesellschaftlichem Netzwerk spiegelt sich dabei auch sein Traum von einer Künstlerkolonie am Wannsee wider, dem der September-Vortrag der Reihe „Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee“ des Neu-Cladower Salons gilt, der in diesem Jahr zu Gast in der Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee ist: www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10€. Um Reservierung wird gebeten. Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

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„Rübezahl tanzt auf dem Dach“ –

Johannes Guthmann & Joachim Zimmermann in Schreiberhau

 

Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

Samstag, 13. Mai 2017 – 16 Uhr – Carl-Hauptmann-Haus, Schreiberhau

 

Dom Carla i Gerharta Hauptmannów
ul. 11 Listopada 23
PL 58-580 Szklarska Poręba

Schreiberhau_Dachreiter

 

 

 

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Johannes Guthmann (1876-1956) in Heidelberg

Der Kunsthistoriker, Schriftsteller und Kunstsammler Johannes Guthmann (1876- 1956) studierte seit dem Sommersemester 1896 in Heidelberg und promovierte 1900 bei Henry Thode mit einer Arbeit über „Die Landschaftsmalerei der toskanischen Kunst im 14. Jahrhundert“. Um 1910 unterhielt er auf dem Gut Neu-Cladow bei Berlin einen modernen Musenhof, an dem sich die geistig-kulturelle Elite der Zeit traf. Zum engsten Gästekreis gehörten der Maler Max Slevogt und der Bildhauer August Gaul, der Schriftsteller Gerhart Hauptmann und der Regisseur Max Reinhardt, der Kunsthändler Paul Cassirer und die Schauspielerin Tilla Durieux sowie der Politiker Walther Rathenau. Der Vortrag beleuchtet die Heidelberger Studienzeit Guthmanns und insbesondere auch die Einflüsse, die seine Lehrer Henry Thode und Carl Neumann auf ihn ausübten.

Kontakt Veranstalter: Institut für Europäische Kunstgeschichte

Homepage Veranstalter: www.iek.uni-hd.de

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Guthmann-Akademie zu Gast in der Villa Oppenheim

Seminarprogramm Frühjahr/Sommer 2017

Im Frühjahr und Sommer 2017 ist die Guthmann Akademie mit einer Seminarreihe zu Gast in der Villa Oppenheim:

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Guthmann_Akademie_Frühjahr_Sommer_2017.Oppenheim-Seite002

Die Kunstsammlung der Stadt Charlottenburg bietet auf besondere Weise die Möglichkeit, die Vielgestaltigkeit einer Zeit panoramatisch zu erfassen, deren Balanceakt zwischen Tradition und Moderne sich in einer Vielzahl künstlerischer Ausdrucksformen spiegelt: Jugendstil und Realismus, Impressionismus und Salonmalerei geben sich in den Räumen der 1881 im Stil der Neorenaissance als bürgerliches Privathaus errichteten Villa Oppenheim heute ein faszinierendes Stelldichein.

Als Gast der Villa Oppenheim lädt die Guthmann Akademie zu gedanklichen Spaziergängen in jene Zeit ein, in der sich wohlhabende Bürger durch das Sammeln von Kunst ein Refugium inmitten soziokultureller Umwälzungen schufen und in der die 1908 gegründete „Deputation für Kunstzwecke“ der Stadt Charlottenburg der kaiserlichen Kunstdoktrin mit einer liberalen Kulturpolitik begegnete.

In der Seminarreihe „Zwischen Salon und Sezession – Berliner Malerei um 1900 in der Villa Oppenheim“, die vom 26. April 2017 bis zum 28. Juni 2017 immer Mittwochs von 10.15 bis 11.45h in der Villa Oppenheim stattfindet, stellt die Kunsthistorikerin und Leiterin der Guthmann Akademie Dr. phil. Miriam-Esther Owesle, ausgewählte Werke der Sammlung vor. Ergänzend zu den Betrachtungen und Diskussionen vor den jeweiligen Originalen erläutern profunde Bildpräsentationen den kunst- und kulturgeschichtlichen Kontext der jeweiligen Werke.

Hier finden Sie das aktuelle Seminarprogramm zum download:

Guthmann_Akademie_Seminarprogramm_Frühjahr_Sommer_2017

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