Aktuelles

NEU-CLADOWER SALON

 

Wider die Hoffnungslosigkeit der Zeit“ –

Hugo von Hofmannsthal in Neu-Cladow

Sonntag, 21. Juli 2019 – 14 Uhr – Gutshaus Neukladow

 

Nicola_Perscheid_-_Hugo_von_Hofmannsthal_1910

Hugo von Hofmannsthal 1910, Foto: Nicola Perscheid

Als Symbol wider die allgemeine Hoffnungslosigkeit der Zeit galt Johannes Guthmann (1876-1956) die Aufführung von Hugo von Hofmannsthals lyrischem Drama „Der Tor und der Tod“, mit dem der spiritus rector von Neu-Cladow nach den Schreck- und Wirrnissen des Ersten Weltkriegs am 20. Juli 1919 sein von dem berühmten Theaterintendanten und Hofmannsthal-Freund Max Reinhardt konzipiertes Naturtheater wieder eröffnete. Damit setzte Guthmann ein Zeichen, vermittels dessen er seinem „Glauben an die Unvergänglichkeit des Schönen in der Welt“ in einer Zeit Ausdruck verlieh, deren allgemeiner Prosa Johannes Guthmann mit seinem Verständnis von Kunst und Kultur als Lebensnotwendigkeit, als „Lebensmittel“ entgegentrat: „Ich wollte mich (…) in der täglich tiefer im Schlamm verkommenden Hoffnungs- und Glaubenslosigkeit nicht mitsinken lassen, nein, ich wollte aufbauen und bewahren“, schreibt er in seinen Lebenserinnerungen. Dass Guthmann dies vermittels des 1893 verfassten Stücks „Der Tor und der Tod“ tat, dessen poetische Sprachgewalt signifikant für die frühe, ästhetizistische Schaffensperiode des österreichischen Dramatikers Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) ist, wirft dabei ein helles Licht auf seine Kunstauffassung. Wie der junge Hofmannsthal nahm auch Guthmann vor der Realität in die Welt der Kunst Zuflucht, schrieb dabei jedoch den schönen Künsten erneuernde und bewahrende Funktion zu – eine Haltung, die eine Vielzahl an Künstlern auszeichnete, die zum engsten Neu-Cladower Freundeskreis gehörten. Der Bedeutung Hugo von Hofmannsthals für Johannes Guthmann wollen wir uns anlässlich des hundertsten Jahrestages der Naturtheateraufführung von 1919 in einem Jubiläums-Salon widmen.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

___________________________

 

NEU-CLADOWER SALON

 

Prometheus an der Havel

Johannes Guthmann und Otto Greiner

Sonntag, 7. Juli 2019 – 14 Uhr – Gutshaus Neukladow

 

Otto_Greiner_-_Prometheus

Otto Greiner: Prometheus, 1909 © National Gallery of Canada, Ottawa

„Von früh an war es Jochen und mir Bedürfnis gewesen, die Meister, die wir in ihren Werken verehrten, menschlich zu Freunden zu gewinnen. Und sie wieder kannten uns, das Haus und die Plätze an der Wand, wo ihre Arbeiten zur Geltung kommen sollten“, schreibt  Johannes Guthmann in seinen Lebenserinnerungen über jenen besonderen Umgang mit Kunst und Künstlern, der ihn und seinen Lebensgefährten Joachim Zimmermann zeitlebens auszeichnete. Eine enge Freundschaft verband Johannes Guthmann auch mit dem Maler, Zeichner und Graphiker Otto Greiner (1869-1916), über den der promovierte Kunsthistoriker Guthmann bereits 1903 eine Monographie verfasste. Dass er darin das originäre Wesen des Künstlers und seines Schaffens auf äußerst lebendige Weise darzustellen vermochte, rekurrierte auf einem intensiven Austausch mit Otto Greiner, den Johannes Guthmann in den Jahren um 1900 mehrfach in Rom besuchte, wobei mehrere Porträts entstanden, die der Künstler von seinem Sammler und Mäzen schuf. Als Neu-Idealist und Schüler Max Klingers vertrat Otto Greiner dabei eine Linie der deutschen Malerei, die sich von jener Antiken-Sehnsucht speiste, die auch Guthmann von einem Arkadien träumen ließ, das er schließlich in Neu-Cladow fand. Ein Ölgemälde Greiners, das sich im Besitz Johannes Guthmanns befand und einen am Strand sitzenden und sinnend über das Meer blickenden Prometheus zeigt, wirkt dabei fast wie ein Programmbild für jene Vision von einem Gefilde der Seligen, die Johannes Guthmann sich an den Gestaden der Havel erträumte. Der geistig-künstlerischen Verflechtung Otto Greiners mit Johannes Guthmann wollen wir uns im Juli-Salon widmen.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

______________

BUCHVORSTELLUNG

EDITION NEU-CLADOW BAND II

 

19. Juni 2019 – 19 Uhr – Liebermann Villa am Wannsee

 

edition neu-cladow band 2 - mimen, musen & memoiren.jpg

Die Guthmann Akademie gUG (haftungsbeschränkt) ist Herausgeberin einer neuen Buchpublikation über Neu-Cladow, die am 17. Januar 2019 als zweiter Band der Edition Neu-Cladow im be.bra wissenschaft Verlag erschienen ist. Geschrieben wurde das Buch von der Kunsthistorikerin Dr. Miriam-Esther Owesle, aus deren Feder bereits der 2014 erschienene, erste Band der Edition Neu-Cladow mit dem Titel Neu-Cladow und nichts anderes! Johannes Guthmanns Traum vom Arkadien an der Havel stammt. Die neue Publikation Mimen, Musen & Memoiren – Illustre Gäste in Neu-Cladow kann zum Preis von € 18,00 im Buchhandel und bei der Guthmann Akademie erworben werden.

Zum Inhalt:

Der Kunsthistoriker, Schriftsteller und Sammler Johannes Guthmann (1876–1956) scharte in seinem Gutshaus an der Havel illustre Persönlichkeiten um sich, die um 1910 zum Who is Who der pulsierenden Kulturszene der Reichshauptstadt gehörten. Zu den Neu-Cladower Tafelrunden gaben sich der impressionistische Maler Max Slevogt und der umtriebige Kunsthändler Paul Cassirer ebenso ein Stelldichein wie die betörende Schauspielerin Tilla Durieux und der renommierte Regisseur Max Reinhardt, der Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann, der spätere Außenminister Walther Rathenau sowie ein Pianist von Weltrang: Conrad Ansorge. Und auch der Malerfürst Max Liebermann kam von Wannsee nach Neu-Cladow herüber, um Johannes Guthmanns modernen Musenhof zu besuchen.
Am Beispiel des schillernden Neu-Cladower Gästekreises tritt das dichte Gewebe der vielfältigen Vernetzungen innerhalb der Berliner Kulturszene augenfällig zutage. Die Geschichten, die sich um Johannes Guthmanns illustre Gäste ranken, lassen im zweiten Band der Edition Neu-Cladow die inspirierende Atmosphäre von einst wieder lebendig werden.

Zur Buchvorstellung:

Veranstaltungsort: Liebermann-Villa am Wannsee | Colomierstr. 3 | 14109 Berlin

Ticket: 8 € / 5 € erm.

Telefonische Karten-Reservierung Tel.: 030 805 85 900 (Mo – Fr)

Tickets für alle Veranstaltungen sind online buchbar unter dem link http://www.liebermann-villa.de/veranstaltungen.html oder im Museumsshop der Villa erhältlich.

Weitere Informationen:

https://www.bebra-wissenschaft.de/verzeichnis/titel/843-mimen-musen-und-memoiren.html

 

WANNSEER SALON

Architekten in Wannsee und ihre Häuser

Von der Wannseevilla zur Weißen Stadt – Der Architekt Bruno Ahrends

Sonntag, 16. Juni 2019 – 12 Uhr – Galerie Mutter Fourage

 

Franz Heckendorf, Blick auf den Wannsee, 1929

Franz Heckendorf: Blick auf den Großen Wannsee mit dem Haus von Bruno Ahrends, 1929

 

Ein Vortrag der Architekturhistorikerin Dipl.-Ing. Sabrina Flörke im Rahmen des Wannseer Salons unter der Leitung von Dr. Miriam-Esther Owesle

Der Wannseer Salon widmet sich in der Vortragsreihe „Architekten in Wannsee und ihre Häuser“ der facettenreichen Architekturgeschichte Wannsees und ihren bedeutenden Protagonisten.

Der erste Vortrag der Salonreihe – gehalten von der Architekturhistorikerin Dipl.-Ing. Sabrina Flörke – ist dem Architekten Bruno Ahrends (1878-1948) gewidmet, einem Vertreter des Neuen Bauens, der nicht nur das architektonische Gesicht Wannsees maßgeblich geprägt hat, sondern federführend verantwortlich zeichnete für zahlreiche Berliner Baudenkmäler, wie die Weiße Stadt in Reinickendorf.

Sabrina Flörke, Dipl.-Ing., studierte an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und an der Universität La Sapienza Rom. Seit 2014 ist sie Stipendiatin des Landes Brandenburg mit Forschungsaufenthalten u.a. in Florenz und Rom (Bibliotheca Hertziana). Aktuell ist sie Doktorandin des DFG-Graduiertenkollegs „Kulturelle und technische Werte historischer Bauten“ an der TU Cottbus. Der Titel ihres hier angesiedelten Forschungsprojektes lautet: „Villencolonie Alsen in Berlin-Wannsee (1870–1898). Die bau- und kulturgeschichtlichen Untersuchungen einer elitären Sommerfrische“.

Miriam-Esther Owesle, Dr. phil., studierte an der Freien Universität Berlin Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur und Theaterwissenschaft und promovierte über den Berliner Impressionisten und Secessionsmitbegründer Franz Skarbina (1849-1910). Sie ist Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin der Guthmann Akademie gUG (haftungsbeschränkt) – Forum für Berliner Kunst- und Kulturgeschichte. Seit 2013 leitet sie den Neu-Cladower Salon im Gutshaus Neukladow und veranstaltete 2017 die Vortragsreihe „Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee“ in der Galerie Mutter Fourage.

Veranstaltungsort ist die Galerie Mutter Fourage, Chausseestr. 15 a, 14109 Berlin-Wannsee, Verkehrsverbindungen: S 1, S 7 und RE bis S-Bhf Wannsee, dann Bus 118, 316 oder 318 bis Rathaus Wannsee.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse galerie@mutter-fourage.de oder unter der Rufnummer 030/805 23 11

https://www.mutter-fourage.de/veranstaltungen/veranstaltungsprogramm/event/149-wannseer-salon-architekten-in-wannsee-und-ihre-haeuser.html

 

ARCHIV

Guthmann Lectures 2019

Fontane und die Bildende Kunst

 

Carl_Breitbach_Theodor_Fontane_1883.png

Carl Breitbach: Theodor Fontane, 1883

In diesem Jahr widmet die Guthmann Akademie als Forum für Berliner Kunst- und Kulturgeschichte dem Dichter Berlins und der Mark Theodor Fontane (1819-1898) anlässlich seines 200. Geburtstags am 30. Dezember 2019 einen besonderen Vortragsyzklus: Fontane und die bildende Kunst heißt die diesjährige Reihe der Guthmann Lectures, deren einzelne Vorträge sich Fontanes Beziehung zu bildenden Künstlern widmen, die für das Denken und Schaffen des großen Schriftstellers von besonderer Bedeutung waren.

Theodor Fontane & Johann Gottfried Schadow

Vortrag von Dr. Marie Haller-Nevermann

Sonntag, 19. Mai 2019 – 14 Uhr – Galerie Mutter Fourage

 

IMG_4022

Als der Bildhauer Johann Gottfried Schadow 1850 mit fast 86 Jahren stirbt, reflektiert der Dichter Theodor Fontane die Bedeutung, die der bildende Künstler Schadow für sein Schreiben hat. Er sieht in ihm den Wegbereiter des Realismus in der neueren deutschen Kunst und erkennt ihn als unmittelbares Vorbild für sein eigenes Realismuskonzept an. Im Rahmen der Vortragsreihe Fontane & die Bildende Kunst stellt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Marie Haller-Nevermann die Sicht des Schriftstellers auf den Bildhauer und dessen Relevanz für sein dichterisches Schaffen vor.

Die promovierte Literaturwissenschaftlerin Marie Haller-Nevermann beschäftigt sich in zahlreichen Publikationen mit wichtigen Protagonist*innen der deutschen Literatur. In der Reihe Genshagener Gespräche gab sie 2005 gemeinsam mit Dieter Rehwinkel den Band Kleist – ein moderner Aufklärer? und 2008 Franz Kafka – Visionär der Moderne heraus. 2004 erschien ihre Schiller-Biographie Friedrich Schiller – Ich kann nicht Fürstendiener sein.  Seit 2018 liegt im Berliner Galiani ihr jüngstes Buch „Mehr ein Weltteil als eine Stadt“ Berliner Klassik um 1800 und ihre Protagonisten vor.

Veranstaltungsort ist die Galerie Mutter Fourage, Chausseestr. 15 a, 14109 Berlin-Wannsee, Verkehrsverbindungen: S 1, S 7 und RE bis S-Bhf Wannsee, dann Bus 118, 316 oder 318 bis Rathaus Wannsee.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse galerie@mutter-fourage.de oder unter der Rufnummer 030/805 23 11

NEU-CLADOWER SALON

„… das Wunder der Schönheit in dieser unserer Welt.“ – Johannes Guthmann in Heidelberg

Sonntag, 5. Mai 2019 – 14 Uhr

Heidelberg

Heidelberg – Blick auf Schloss und Alte Brücke, 2017 © MEO

Aus der umtriebigen Millionenmetropole Berlin führte der Weg des Kunsthistorikers, Schriftstellers und Kunstsammlers Johannes Guthmann (1876-1956) im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts in DIE Stadt der Romantik schlechthin: ins idyllische Heidelberg. Hier zählte Guthmann seit dem Sommersemester 1896 zu den ersten Studenten des gerade neu begründeten  kunstgeschichtlichen Instituts und promovierte 1900 mit einer Arbeit über „Die Landschaftsmalerei der toskanischen Kunst im 14. Jahrhundert“. Von früh an prägte dabei die Beschäftigung mit künstlerischen Ausdrucksformen der griechischen und römischen Antike, der italienischen Renaissance sowie mit der zeitgenössischen deutschen Kunst das Profil des Kunsthistorikers wie des Sammlers. Der Mai-Vortrag des Neu-Cladower Salons beleuchtet die künstlerischen und kunstgeschichtlichen Einflüsse und Quellen, aus denen sich jene Kunstauffassung speiste, die Johannes Guthmann mit an die Havel brachte, wo er Neu-Cladow um 1910 als modernen Musenhof entwarf!

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

 

NEU-CLADOWER SALON

Mittagsstunde in Kristiania
Johannes Guthmann zu Gast bei Henrik Ibsen

Sonntag, 7. April 2019 – 14 Uhr

 

Henrik Ibsen, Porträt von Gustav Borgen, 1898

Henrik Ibsen, Fotografie von Gustav Borgen, 1898

Dass Johannes Guthmann ein glühender Verehrer der Kunst des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen (1828-1906) war, rührt nicht von ungefähr. Im Berliner Literaturbetrieb der Jahrhundertwende war Ibsen ein Kultstar, der von der literarischen Avantgarde gleichsam hymnisch gefeiert wurde. Auch einen der engsten Freunde Guthmanns beeinflusste der norwegische Dichter maßgeblich: Gerhart Hauptmann (1862-1946). Empfanden noch Guthmanns Eltern dessen naturalistisches Drama „Vor Sonnenaufgang“, ein durch Ibsens Drama „Gespenster“ (1881) inspiriertes Werk, bei seiner Uraufführung 1889 als skandalös, so stand ihr Sohn Johannes dem Einzug der Moderne in die Kunst vorhaltlos gegenüber. Dass der Sechzehnjährige dem alten Ibsen während einer Norwegenreise im Osloer Grand Hotel Aug in Aug begegnen konnte, war für Johannes Guthmann eine biographische Sternstunde, die ihm bis an sein Lebensende unvergeßlich bleibt: „Wenn irgendein Mensch in meinem Leben mir den Eindruck eines mit übernatürlichen Kräften Begabten gemacht hat, so war es Henrik Ibsen (…)“, schreibt Guthmann in seinen Lebenserinnerungen und statuiert dabei am Exempel seiner eigenen Erfahrung die Sogkraft, die der norwegische Schriftsteller auf eine Vielzahl seiner Zeitgenossen ausübte: Allmittäglich versammelten sich in Norwegens Hauptstadt Angehörige aller Bevölkerungsschichten auf der Karl Johans Gata, um Spalier für den großen Dichter zu stehen – darunter auch Johannes Guthmann.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

___________________________

ARCHIV

 

BUCHPRÄSENTATION

„Mimen, Musen & Memoiren“ im Gutshaus Neukladow

Sonntag, 17. März 2019 – 14 Uhr

 

Im  Januar 2019 ist der zweite Band der Edition Neu-Cladow „Mimen, Musen & Memoiren – Illustre Gäste in Neu-Cladow“ im be.bra wissenschaft Verlag erschienen. Dies nimmt die Guthmann Akademie zum Anlass, die Präsentation der Buchpublikation am historischen Ort festlich zu begehen und lädt hierzu am 17. März 2019 um 14 Uhr ins Gutshaus Neukladow herzlich ein. Im Rahmen der Veranstaltung liest Miriam-Esther Owesle als Autorin des zweiten Bandes der Edition Neu-Cladow aus ihrem jüngsten Buch. Die Pianistin Heike Hofereiter bringt Originalkompositionen des einstigen „Hofmusikers“ von Neu-Cladow Conrad Ansorge zu Gehör. Die Malerin und Zeichnerin Barbara Gauger präsentiert Arbeiten ihrer 2018 im Gutshaus entstandenen Neu-Cladow-Serie. Und auch die „Familie Guthmann“ gibt sich im historischen Kostüm die Ehre, um den Zauber des Guthmann’schen Musenhofs im Hier und Heute neu zu entfachen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin. Verkehrsanbindungen: Fähre F10 (Haltestelle: Alt-Kladow), Bus 134, X34, 697 (Haltestelle: Neukladower Allee).

Der Eintritt beträgt 12 € (erm. 10 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

___________________________

NEU-CLADOWER SALON

„Edle Einfalt, stille Größe“ – Johannes Guthmann und der Berliner Klassizismus

Sonntag, 3. März 2019 – 14 Uhr

 

Einem immer atemloser werdenden Leben in einer immer rastloser werdenden Zeit stellte der Kunsthistoriker Johannes Guthmann (1876-1956) als der Spiritus Rector von Neu-Cladow die zeitlos wirksame Kraft von Kunst und Kultur gegenüber. Dabei galt ihm insbesondere die Antike als Inbegriff jenes zeitlos Schönen, das ihm durch die Architektur des Berliner Klassizismus sinnfällig vor Augen geführt wurde. Das Gutshaus von Neu-Cladow bot Guthmann einen adäquaten Rahmen für seine am humanistischen Bildungsideal orientierte Lebenshaltung, der die ruhige und klare Formensprache des Frühklassizismus stärker entsprach, als das überbordende Dekor des gründerzeitlichen Historismus, wie es sein Vater, der Industrielle Robert Guthmann mit seiner 1885/86 erbauten Neorenaissance-Villa in Wannsee favorisierte. Für seinen Sohn Johannes hieß der alles überstrahlende Stern am Architektenhimmel hingegen Karl Friedrich Schinkel (1781-1841). Im März-Salon wollen wir uns dem „großen Hellenisten Preußens“ und seiner Bedeutung für die an Winckelmanns Formel von der „edlen Einfalt und stillen Größe“ orientierten Kunstauffassung Johannes Guthmanns widmen, dessen um 1800 erbautes Neu-Cladower Gutshaus dem Schinkel-Lehrer David Gilly (1748-1808) zugeschrieben wird.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

_________________

 

„Die Unvergänglichkeit des Schönen in der Welt“ – Zum Kunst- und Bildungsverständnis Johannes Guthmanns

Sonntag, 3. Februar 2019 – 14 Uhr

 

max_slevogt_dr._johannes_guthmann_1918

Max Slevogt: Dr. Johannes Guthmann, 1918 © GDKE Rheinland-Pfalz

 „Ich habe in dem schönen Gottesgarten der Dichtung, Malerei und Musik noch so viel zu sehen und zu gewinnen, daß mein Leben nicht dazu ausreicht“, schreibt der vierundsiebzigjährige Johannes Guthmann 1951 und legt damit Zeugnis ab für seine unverbrüchliche Leidenschaft für die Kunst, an deren sinnstiftende Funktion er zeitlebens glaubte. Literatur und Musik, Theater und Bildende Kunst galten dem Spiritus Rector von Neu-Cladow als wertevermittelnde Konstanten inmitten einer Welt, die im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Modernisierungsprozesse ins Wanken geraten war und deren „transzendentale Obdachlosigkeit“ (Georg Lukács) und „Entzauberung“ (Max Weber) nicht nur von Kulturphilosophen diagnostiziert, sondern von Guthmann und seinen Zeitgenossen unmittelbar im Alltag erfahren wurde. Dass Johannes Guthmann Kunst und Kultur nicht als Luxusmittel, sondern als Lebensnotwendigkeit betrachtete, bedingt die Besonderheit seiner Kunstauffassung, die ihn auch mit jenen Kulturschaffenden verband, die er in Neu-Cladow um sich scharte. Guthmanns Kunst- und Bildungsverständnis ist somit der Schlüssel, der die Tür zu seiner Idee von Neu-Cladow als Gesamtkunstwerk öffnet. Ihm wollen wir uns im Februar-Salon widmen.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

__________________________

 

„… eine Seilbahn über die Havel“

Von Neu-Cladow nach Charlottenburg

Bilder von Barbara Gauger & Texte von Miriam-Esther Owesle im Dialog

Sonntag, 27. Januar 2019 – 16 Uhr – Café Lotti & August

 

barbara_gauger_winterliches_kythera_in_neu_cladow_2018

Barbara Gauger: Winterliches Kythera in Neu-Cladow, 2018

Es ist der Guthmann Akademie eine besondere Freude, die Berliner Künstlerin Barbara Gauger durch Veranstaltungen wie den Neu-Cladower Salon oder die Guthmann Lectures zu jener Serie poetischer Impressionen inspiriert zu haben, die aktuell im Charlottenburger Café Lotti & August präsentiert werden. Die Geschichten und Anekdoten, die sich um Neu-Cladow ranken, wo einstmals der Berliner Kunsthistoriker und Schriftsteller Johannes Guthmann (1876-1956) lebte und arbeitete, regten die Künstlerin zu einer umfangreichen Serie zartfarbiger und im wahrsten Wortsinne traumhaft schöner Zeichnungen an, in denen die besondere Atmosphäre des einstigen Neu-Cladower Musenhofs ins Hier und Heute übersetzt wird. Dabei wirken Barbara Gaugers Arbeiten in ihrer gleichzeitigen Delikatesse und kraftvollen Dynamik wie eine Reminiszenz an jenen Maler, Zeichner und Graphiker, der um 1912 zum engsten Gästekreis um Johannes Guthmann zählte und als „Hofmaler“ Neu-Cladows galt: Max Slevogt!

Die Werke der Ausstellung „… eine Seilbahn über die Havel“ bringen die geist- und lebensvolle Atmosphäre  Neu-Cladows nach Charlottenburg. Am Sonntag, dem 27. Januar 2018 um 16 Uhr wird sich im Café Lotti & August ein Dialog zwischen Bild & Text entspinnen: Zu den von Barbara Gauger präsentierten Bildern ihrer Neu-Cladow-Serie liest die Kunsthistorikerin Dr. Miriam-Esther Owesle Texte aus ihrer Feder, die Eingang in verschiedene Publikationen gefunden haben – so in die beiden Bände der Edition Neu-Cladow (Be.bra Wissenschaft Verlag 2014 und 2019).

Seien Sie herzlich willkommen!

Veranstaltungsort:

Café Lotti & August

Haeselerstraße 20
14050 Berlin-Charlottenburg

http://lotti-und-august.de/start/

Eintritt: Frei – um Spenden wird gebeten!

 

GUTHMANN LECTURES

„… die schöne Welt, die wir so lieben“ –

Max Slevogt & Johannes Guthmann im Spiegel ihrer Korrespondenz

16. Dezember 2018 – 14 Uhr

Abb_11_Slevogt_Flora_1919_NEU

Max Slevogt: Fortuna, 1919 © Saarlandmuseum Saarbrücken

Als das „schönste Trutz- u. Schutzbündnis“ bezeichnet der Maler, Zeichner und Graphiker Max Slevogt (1868-1932) seine Freundschaft mit dem Kunsthistoriker, Schriftsteller und Sammler Johannes Guthmann  (1876-1955) in einem Brief vom 29. Dezember 1917 und benennt damit die Besonderheit einer Beziehung, die von früh an von einer hohen wesensmäßigen Übereinstimmung und einem tiefen Verständnis für das Tun und Schaffen des jeweils anderen geprägt war. Am wohl Unmittelbarsten spricht sich die besondere Qualität ihrer Verbindung in der umfangreichen Korrespondenz aus, die fester Bestandteil des intensiven Austauschs zwischen Max Slevogt und Johannes Guthmann war,  welcher seine Wurzeln in Slevogts erstem Neu-Cladower Aufenthalt 1911 hatte. Zeitlebens beschäftigte sich Guthmann als Kunsthistoriker, Schriftsteller und Sammler mit Slevogt, dessen Werk er bewunderte und dem er als Mensch aufs Engste freundschaftlich verbunden war Dem Dialog zwischen Max Slevogt und Johannes Guthmann wollen wir uns im Rahmen der Guthmann Lectures am 16. Dezember 2018 widmen und damit die Vortragsreihe Das Licht tropft von der Pinselspitze beschließen, mit der die Guthmann Akademie in diesem Jahr den 150. Geburtstag von Max Slevogt feiert.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

_________________________________

NEU-CLADOWER SALON

„Warum mach’n Se denn det nich‘ jrade?“

Max Liebermann & Neu-Cladow

2. Dezember 2018 – 14 Uhr

Abb_39_Slevogt_Liebermann_1902

Max Slevogt: Porträt Max Liebermann, 1902 © GDKE Rheinland-Pfalz

Als Johannes Guthmann im Sommer 1910 das frisch renovierte Neu-Cladower Gutshaus am westlichen Havelufer bezog, ließ sich zeitgleich in fast unmittelbarer Nachbarschaft der Berliner Malerfürst Max Liebermann (1847-1935) – seinerzeit unstrittiger Regent der Maler- und Künstlerszene der Reichshauptstadt – am Großen Wannsee nieder. Sich seiner uneingeschränkten Vormachtstellung im Berliner Kunst- und Kulturleben überaus bewusst, bezog Liebermann bei seinem ersten Besuch im Sommer 1911 in Neu-Cladow auch sogleich spöttisch-ironische Position, als er sich in der erlesenen Kunstsammlung des Hausherrn unterrepräsentiert fand. Sicherlich war es kein Leichtes für den „Herrn vom Pariser Platz“ zu erkennen, dass der spiritus rector von Neu-Cladow, Johannes Guthmann, in Max Slevogt (1868-1932) seinen Haus- und Hofmaler gefunden hatte. Uns jedoch eröffnet die Tatsache, dass in den pulsierenden Jahren vor dem Ersten Weltkrieg mit Max Liebermann und Max Slevogt zwei Dioskuren des deutschen Impressionismus an der Havel gleichermaßen Tür an Tür arbeiteten, einen beinahe panoramaartigen Blick auf den Facettenreichtum des deutschen Impressionismus, der in den Arbeiten Liebermanns und Slevogts aufs Sinnfälligste zum Ausdruck kommt. Dies erkannte auch Max Liebermann, der sich und seinen Künstlerkollegen mit den Worten charakterisierte: „Wenn wir beede Eener wären, wären wir der jrößte Kerl der janzen deutschen Malerei“.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

____________________________________

JUNGES FORUM

Von Berlin nach Hiddensee –

Die Künstlerin Julie Wolfthorn (1864-1944)

18. November 2018 – 14 Uhr

 

Einführung

Dr. Miriam-Esther Owesle (Guthmann Akademie)

 

Vortrag

Viktoria Gehricke (Freie Universität Berlin)

„Eine durch und durch moderne Künstlerin“Julie Wolfthorns Etablierung im Kunstbetrieb ihrer Zeit

 

Julie_Wolfthorn_Mädchen_mit_blaugrünen_Augen_1899

Julie Wolfthorn: Mädchen mit blaugrünen Augen, 1899 (Jack Daulton Collection)

Die blühende Groß-Berliner Kunst- und Kulturszene des frühen 20. Jahrhunderts kannte außergewöhnlich viele Künstlerinnen zu einer Zeit, in der Frauen der Zugang zur Akademie noch immer verwehrt war. Eine der bekanntesten von ihnen war ihrerzeit Julie Wolfthorn (1864-1944).

Jüngst haben Publikationen wie das 2011 erschienene Werkverzeichnis von Dr. Heike Carstensen und Ausstellungen wie die 2015/16 in der Liebermann-Villa gezeigte Schau „Frauen der Secession II“ die Künstlerin wieder ins kollektive wie kunsthistorische Bewusstsein gerückt. Und doch war Julie Wolfthorn viel zu lange in Vergessenheit geraten. Dabei wussten selbst die kritischsten ihrer Zeitgenossen das handwerkliche Können, den Erfindungsreichtum und die Vielfalt der Künstlerin zu schätzen.

Wer war Julie Wolfthorn? Und welche Rolle spielte sie im Kunstbetrieb ihrer Zeit? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Junge Forum der Guthmann Akademie am 18. November 2018 um 14 Uhr im Gutshaus Neukladow und würdigt damit eine höchst vielseitig engagierte und vernetzte Malerin und Grafikerin.

In ihrem Vortrag „Eine durch und durch moderne Künstlerin“wird sich Viktoria Gehricke (Freie Universität Berlin) der Frage nach der Etablierung und Positionierung Julie Wolfthorns im Kunstbetrieb ihrer Zeit widmen. Einführende Worte über Julie Wolfthorns lebens- und schaffensmäßigen Weg Von Berlin nach Hideensee spricht die Leiterin der Guthmann Akademie Dr. Miriam-Esther Owesle.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €). Für Studierende ist der Eintritt frei!

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

____________________________________

„Wenn ich rauche, gibt es keinen Waldbrand!“

Walther Rathenau in Neu-Cladow

4. November 2018 – 14 Uhr

 

 Abb_50_Munch_Rathenau'_Stadtmuseum_Berlin_(1907)

Edvard Munch: Walther Rathenau, 1907 © Stiftung Stadtmuseum Berlin

Dass der Industrielle, Politiker, Publizist und Philosoph Walther Rathenau (1867-1922) in den pulsierenden Jahren vor dem Ersten Weltkrieg zu einem engen Freund Johannes Guthmanns wurde, verdankt sich zahlreichen Parallelen zwischen dem Spiritus Rector Neu-Cladows und dem späteren Außenminister. Ließ Guthmann Neu-Cladow ab 1909 zu einem Musensitz an der Havel umgestalten, so verfuhr Rathenau zur selben Zeit im märkischen Bad Freienwalde ähnlich, indem er die einstige von David Gilly erbaute Sommerresidenz der Königin-Witwe Friederike Luise zu einem Refugium umgestalten ließ, an dem der jüdische Intellektuelle seinen schriftstellerischen und künstlerischen Neigungen frönen konnte. Die Vielfalt seiner Interessen macht den Sohn des Begründers der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) dabei zu jenem Phänotyp der Moderne, als den ihn auch Johannes Guthmann in seinen Memoiren als facettenreiche Persönlichkeit porträtiert, die „nicht den Leerlauf einer einzigen Minute duldete“. Erscheint dabei die Umtriebigkeit als hervorstechender Charakterzug Walther Rathenaus, so fand dieser in Neu-Cladow einen wohltuenden Ort der Rekreation, an dem er in seiner steten Rastlosigkeit zur Ruhe kommen konnte. Dass Rathenau sich auch an Guthmanns Musenhof stets seiner prominenten und bedeutenden Rolle bewusst war, die ihm im Kultur- und Gesellschaftsleben seiner Zeit zukam, macht jene Anekdote aus dem kochend heißen Sommer 1911 deutlich, in dem Rathenau sich in der flirrenden Hitze des Gutsparks eine Zigarre mit den Worten ansteckte: „Wenn ich rauche, gibt es keinen Waldbrand!“

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

__________________

_________________________

 

ARCHIV

 

NEU-CLADOWER SALON

Rendezvous auf der Terrasse –

Lucie Höflich und Anton Mayer

21. Oktober 2018 – 14 Uhr

 

Lucie_HöflichNeu_Cladow_Terrasse_1912Porträt_Anton_Mayer

Der Name Lucie Höflich (1883-1956) mag heute nur noch wenigen geläufig sein – und doch hat die Schauspielerin Theatergeschichte geschrieben. 1903 von Max Reinhardt ans Deutsche Theater geholt, brillierte sie zunächst in klassischen Rollen wie dem Gretchen in Goethes Faust oder dem Käthchen von Heilbronn in Kleists gleichnamigem Schauspiel, bevor sie sich insbesondere als Protagonistin naturalistischer Dramen von Gerhart Hauptmann einen großen Namen machte. Zusammen mit ihrem Ehemann, dem Kunsthistoriker Anton Mayer (1879-1944) war sie um 1910 gar häufig in Neu-Cladow zu Gast und zählte zum engsten Gäste- und Freundeskreis um Johannes Guthmann. Mit ihm ebenso wie mit Max Slevogt machten Höflich und Mayer nicht selten die Neu-Cladower Nacht zum Tag, die sie auf der Terrasse des Gutshauses verbrachten oder im Musiksaal, um den Klavierklängen Conrad Ansorges zu lauschen. Dass Anton Mayer 1944 im Konzentrationslager Neuengamme seinen Tod fand, zeichnet verantwortlich für das Ende der Freundschaft mit Johannes Guthmann. Zeitlebens – und auch nach seiner Trennung von der bis an ihr Lebensende 1956 als Schauspielerin, Regisseurin und Schauspiellehrerin wirkenden Lucie Höflich – hatte sich Anton Mayer seinem Kunsthistoriker- und Schriftsteller-Kollegen Johannes Guthmann eng verbunden gefühlt. Und auch zwischen der Schauspielerin und Guthmann bestand über viele Jahre ein enges Band … . Im Oktober sind Lucie Höflich und Anton Mayer wieder zu Gast an der Havel – im Neu-Cladower Salon!

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

___________________

Dem Augenblicke Unvergänglichkeit!

 

Musikalisch-literarischer Salon anlässlich des 150. Geburtstages von Max Slevogt 

 

30. September 2018 – 14 Uhr

Max_Slevogt_Selbstbildnis_1930.jpg

Max Slevogt: Selbstbildnis, 1930 © Kunsthalle Mannheim

 

Eng war das Verhältnis des Malers, Zeichners und Graphikers Max Slevogt (1868-1932) zur Musik. Auch am Neu-Cladower Musenhof des Kunsthistorikers und Schriftstellers Johannes Guthmann schlug Slevogt nicht selten die Tasten des schwarzen Blüthner-Flügels an, um im Kreise illustrer Gäste zu konzertieren – auch, wenn er mit seinen Wandmalereien im Gartenpavillon des Gutsparks als „Hofmaler“ Neu-Cladows Kunstgeschichte geschrieben hat. Am 8. Oktober 2018 jährt sich der Geburtstag Max Slevogts zum hunderfünfzigsten Mal. Dies nimmt die Guthmann Akademie zum Anlass, das Jubiläum des Künstlers festlich zu begehen.

Dem Augenblicke Unvergänglichkeit! heißt der musikalisch-literarische Salon am 30. September 2018, bei dem um 14 Uhr im Musiksaal des Gutshauses Harfen- und Violinklänge  die neuromantische Atmosphäre der Zeit um 1910 lebendig machen werden.

Die Harfenistin Kirsten Ecke und die Violinistin Eva-Christina Schönweiß bringen Werke von Louis Spohr, Claude Debussy, Marcel Tournier, Roman Ryterband und I-sang Yun zu Gehör und machen damit jene zauberhaften Klangwelten erfahrbar, die durch den intim-filigranen Charakter der seltenen Kombination Violine und Harfe entstehen. Die Kunsthistorikerin Dr. Miriam-Esther Owesle wird ihren neuesten Aufsatz über „Die Neu-Cladower Wandmalereien als Schlüssel zum Impressionismusverständnis Max Slevogts“ vorstellen, der jüngst anlässlich der großen Slevogt-Retrospektive des Landesmsuseums Hannover erschienen ist.

Kirsten Ecke ist Honorarprofessorin für Harfe an der Musikhochschule Freiburg und Mitbegründerin und künstlerische Leiterin des Kammermusikfestivals „Valser Musiksommer“ in Vals, Graubünden (CH) sowie der Konzertreihe „LUMIK – Literatur und Musik in Kirchzarten“. Eva-Christina Schönweiß ist als Violinistin Stimmführerin beim Deutschen Symphonie Orchester (DSO) und Primaria des Niccolò Quartetts sowie Honorarprofessorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ (Berlin). Zudem ist sie Mitbegründerin der Akademie des DSO sowie des Kammermusikprojektes des Deutschen Symphonie Orchesters an Berliner Schulen. Dr. Miriam-Esther Owesle ist Leiterin der Guthmann Akademie und forscht und lehrt schwerpunktmäßig zu Themen der Berliner Kunst- und Kulturgeschichte, insbesondere des deutschen Impressionismus. In mehreren Publikationen hat sie sich Max Slevogt und seinem Schaffen gewidmet.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 20 € (erm. 15 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

 _____________________________

NEU-CLADOWER SALON

Ein „Olympier“ im Gutshaus

Gerhart Hauptmann und Johannes Guthmann

2. September 2018 – 14 Uhr

Festbankett

Festbankett zur Feier des 50. Geburtstags von Gerhart Hauptmann, Hotel Adlon, 1912

Eine Fotografie von 1912 zeigt eine illustre Geburtstagsgesellschaft im Hotel Adlon zu Berlin: Gerhart Hauptmann (1862-1946), das fünfzigjährige Geburtstagskind, umringt von einer großen Gratulantenschar. Darunter auch der Hausherr von Neu-Cladow: Johannes Guthmann. Es war ein enges freundschaftliches Band, das den Kunsthistoriker mit dem Schriftsteller und Dramatiker verknüpfte. Nicht nur war der Literaturnobelpreisträger in den Jahren vor und nach dem Ersten Weltkrieg gern gesehender Gast an der Havel. Auch zu späterer Zeit in Schlesien befeuerten wechselseitige Besuche die zeitlebens währende innige Freundschaft. Dies lag nicht allein an der räumlichen Nähe von Hauptmanns Haus Wiesenstein im schlesischen Agnetendorf, das sich der Dichter seit 1901 zu seinem bevorzugten Lebens- und Schaffensort erwählt hatte und das von Schreiberhau, dem seit 1921 neuen Domizil Johannes Guthmanns und seines Lebensgefährten Joachim Zimmermanns nur einen Steinwurf entfernt lag. Es war vor allem eine enge Geistes- und Seelenverwandtschaft, die maßgeblichen Anteil an einem regen Austausch zwischen dem von Guthmann als „Olympier“ bezeichneten Schriftsteller und dem Kunsthistoriker hatte und die dazu beitrug, dass das einmal geknüpfte Band nicht zerriss. Dass Margarete Hauptmann Johannes Guthmann und Joachim Zimmermann antrug, ihrem Gatten 1946 das letzte Geleit nach Hiddensee zu geben, wo der große Dichter seine letzte Ruhestätte finden sollte, verleiht dem Gewicht der Freundschaft, die von Hauptmann selbst als „Welt- und Lebensgemeinschaft“ bezeichnet wurde, sinnfällig Ausdruck.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551

____________________________________________

Sommer-Vortrag der Guthmann Akademie

 

anlässlich der Ausstellung Sommerlandschaften – Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen in der Galerie Mutter Fourage

 

22. Juli 2018 – 14 Uhr

Ein Landhaus für Manet & van Gogh

Die Villa von Franz und Margarete Oppenheim und ihre Kunstsammlung am Wannsee

 

Vincent_van_Gogh_Rosen_1890

Vincent van Gogh: Rosen, 1890 © Metropolitan Museum, New York

„Die Leitung der Fabrik besorge ich, das Departement Kunst untersteht meiner Frau“, schreibt der Unternehmer Franz Oppenheim (1852-1929) im Jahre 1909 an den Direktor der Berliner Gemäldegalerie Wilhelm von Bode. In den beiden Jahren zuvor hatte Oppenheim sich und seiner Frau ein großes Landhaus in der Villenkolonie Alsen durch den Architekten Alfred Messel errichten lassen, dessen spektakuläres Herzstück eine mehr als zwanzig Meter lange Gemäldegalerie war, in der eine opulente Kunstsammlung Platz fand: Im „Großen Messel“ – wie die Villa Oppenheim in der Großen Seestraße 16 (heute: Zum Heckeshorn 38) genannt wurde – gaben sich Gemälde von Vincent van Gogh und Edouard Manet ein Stelldichein und bezeugten den bereits früh an der zeitgenössischen Kunst orientierten und vornehmlich auf französische Impressionisten fokussierten Geschmack Margarete Oppenheims (1857-1935), deren Cézanne-Sammlung als die seinerzeit größte in Deutschland galt und die in ihrem von Alfred Messel angelegten und durch Paul O. A. Baumgarten und Alfred Lichtwark in den 1910er Jahren umgestalteten Garten unter anderem Tierplastiken des Sezessions-Bildhauers August Gaul aufstellen ließ.

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung Sommerlandschaften in der Galerie Mutter Fourage mit Werken von Walter Leistikow, Philipp Franck, Franz Heckendorf, Lou Albert-Lasard, Oscar Begas, Theo von Brockhusen, Emil Pottner, Anton von Werner,  und vielen anderen, nimmt sich die Guthmann Akademie in einem Sommer-Vortrag in der Galerie Mutter Fourage dem Wannseer Refugium von Franz und Margarete Oppenheim an.

Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10 € / erm. 8 €. Um Reservierung wird gebeten. Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

 

___________

Arkadien liegt an der Havel –

5 Jahre Neu-Cladower Salon

 

Jubiläumsveranstaltung – Musik & Dichtung im Dialog

10. Juni 2018 – 14 Uhr

 

stacks-image-DED8CBF

Max Slevogt: Diener auf der Terrasse in Neu-Cladow, 1912 © Saarlandmuseum Saarbrücken

 

Seit den Tagen der Neuromantik sei der Klang der Harfe „für den Ausdruck feierlichen Glanzes und strahlenden, silbrigen Leuchtens“ unentbehrlich, heißt es 1924 im Handbuch der Musikgeschichte. Welches Instrument könnte sich demnach besser eignen, um das fünfjährige Jubiläum des Neu-Cladower Salons festlich zu begehen!

Zusammen mit der Violinistin Eva-Christina Schönweiß, wird die Harfenistin Anna Maria Fitzenreiter im Neu-Cladower Salon am 10. Juni 2018 um 14 Uhr einen außergewöhnlichen Klangzauber entstehen lassen, der die märchenhaft-poetische Atmosphäre des Guthmann’schen Neu-Cladower Salons von einst ins Hier und Heute transportiert.

Im Dialog mit neuromantischen Texten aus der Feder des Kunsthistorikers, Schriftstellers und Sammlers Johannes Guthmann (1876-1956), der in Neu-Cladow seinem Traum von einem Arkadien an der Havel sichtbare Gestalt verlieh, bringen die beiden Künstlerinnen unter anderem Werke von Gabriel Fauré (1845-1924), Jacques Ibert (1890-1962), Désire-Émile Inghelbrecht (1880-1965), Erik Satie (1866-1925), Eugène Ysaÿe (1858-1931), Ralph Vaughan Williams (1872-1958) und Camille Saint-Saëns (1835-1921) zu Gehör und schließen dem Publikum damit eine bezaubernde Klangwelt auf, die in hervorragender Weise zum neuromantischen Geist Neu-Cladows passt.

Anna Maria Fitzenreiter spielt als Harfenistin an renommierten Konzert- und Opernhäusern wie der Staatsoper Berlin, der Komischen Oper, der Deutschen Oper sowie an den Opernhäusern in Halle, Rostock und Cottbus. Sie verfügt über ein umfangreiches und sich ständig erweiterndes Solo-Repertoire und erarbeitet mit namhaften Musikerkollegen Kammermusik der unterschiedlichsten Epochen. So macht sie im Duo mit Eva-Christina Schönweiß ihrem Publikum jene zauberhaften Klangwelten erfahrbar, die durch den intim-filigranen Charakter der seltenen Kombination Violine und Harfe entstehen. Eva-Christina Schönweiß ist als Violinistin Stimmführerin beim Deutschen Symphonie Orchester (DSO) und Primaria des Niccolò Quartetts sowie Honorarprofessorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ (Berlin). Zudem ist sie Mitbegründerin der Akademie des DSO sowie des Kammermusikprojektes des Deutschen Symphonie Orchesters an Berliner Schulen.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin.

Der Eintritt beträgt 20 € (erm. 15 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

___________

Neu-Cladower Salon 2018

Mimen, Musen und Memoiren – Illustre Gäste in Neu-Cladow

 

6. Mai 2018 – 14 Uhr

„Ambrosische Nächte in Neu-Cladow“ –

Der Pianist Conrad Ansorge

 

Max_Slevogt_Conrad_Ansorge_1912

Max Slevogt: Conrad Ansorge am Flügel im Neu-Cladower Musiksaal, 1912

Der Musiksaal des Gutshauses ist das Herzstück von Neu-Cladow. Insbesondere ein Künstler hat dieses Herz vor gut hundert Jahren auf unverwechselbare Art zum Schlagen gebracht: der Pianist, Komponist und Musikpädagoge Conrad Ansorge (1862-1930). Als enger Freund des Jahrhundertschriftstellers Gerhart Hauptmann und des impressionistischen Malers Max Slevogt, den Ansorge mit seinem Spiel bisweilen gar zum Tanz im Gutshaus animierte, gehörte der international renommierte Klavierinterpret und einer der letzten Schüler Franz Liszts zum inneren Kreis der illustren Gäste Johannes Guthmanns und brachte den Blüthner-Flügel im Musiksaal mit Werken seines Lehrers Franz Liszt und mit Stücken von Beethoven, Schumann oder Schubert virtuos zum Klingen.

Wer war dieser Künstler?

Der Neu-Cladower Salon beschäftigt sich am 6. Mai 2018 mit dieser Frage in besonderer Weise: Ausgehend von Ansorges Wirken in Neu-Cladow soll die international bedeutsame Strahlkraft des Künstlers durch die Vorstellung eines jüngst erschienenen Buches beleuchtet werden, das sich Leben und Schaffen Ansorges in umfassender Weise widmet: Conrad Ansorge (1862-1930). Ein Pianist des Fin de siècle in Berlin und Wien, herausgegeben 2017 von Eike Rathgeber, Christian Heitler und Manuela Schwartz im Böhlau Verlag (Wien/Köln/Weimar). Nach einer Einführung in Ansorges Wirken in Neu-Cladow wird das Buch im Gespräch mit Dr. Michael Wittmann und Prof. Dr. Manuela Schwartz vorgestellt. Zwei junge Musiker, Meri Louise Mäkelä und Lennart Emilian Mäkelä (Julius-Stern-Institut, Universität der Künste Berlin), begleiten das Programm musikalisch mit der ersten Sonate für Klavier und Cello op. 5/1 von Ludwig van Beethoven.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

 

____________

 

Guthmann Lecture im Gutshaus Neukladow

 

Das Licht tropft von der Pinselspitze

Max Slevogt und der Berliner Impressionismus

Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag von Max Slevogt

 

22. April 2018 – 14 Uhr

 

Von Kirschblüten, Weinernten & Sommergewittern

Max Slevogt und die Pfalz

 

Die fruchtbare und sonnenreiche Landschaft der Pfalz war für Max Slevogt zeit seines Lebens nie versiegender Quell zu künstlerischer Inspiration. Seit 1901 zwischen Berlin und seiner pfälzischen Wahlheimat pendelnd, scheinen die Arbeiten beinahe zahllos, in denen der Künstler die pfälzische Landschaft in’s Bild setzte. Insbesondere jene Gemälde, die auf seinem 1914 erworbenen Hofgut Neukastel bei Leinsweiler in der Südpfalz entstanden, künden dabei von der Auseinandersetzung des Künstlers mit den besonderen topographischen und atmosphärischen Reizen der pfälzischen Landschaft. Dass Slevogt sein künstlerisches Augenmerk dabei insbesondere auf die wechselnden Tages- und Jahreszeiten sowie die unterschiedlichen Witterungsbedingungen lenkte, ließ ihn mit spontan-gestischer Handschrift landschaftliche Impressionen von unverwechselbarem Charakter schaffen. Slevogts enger lebens- wie schaffensmäßiger Beziehung zur Pfalz wollen wir uns im dritten Vortrag der Reihe „Das Licht tropft von der Pinselspitze“ am 22. April 2018 um 14 Uhr im Gutshaus Neukladow widmen.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

Max Slevogt Kleine Weinernte 1913

Max Slevogt: Kleine Weinernte, 1913 © Max Slevogt-Galerie, Schloss Villa Ludwigshöhe, Edenkoben – GDKE Rheinland-Pfalz (Foto: Axel Brachat)

_____________

Junges Forum der Guthmann Akademie

im Gutshaus Neukladow

Sonntag, 15. April 2018 – 14 Uhr

Vom Walchensee nach New York –

Charlotte Berend-Corinth (1880-1967)

Einführung

Dr. Miriam-Esther Owesle (Guthmann Akademie)

VORTRAG

Fabiana Blasco, B. A. (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)  

Die verrenkte Frau? Zur Rolle von Geschlecht in der Rezeption des künstlerischen Werks von Charlotte Berend

Charlotte_Berend_Corinth_Selbstbildnis_1921

Charlotte Berend-Corinth: Selbstbildnis, 1921 © Friedhelm Oriwol-Stiftung Walchenseemuseum Urfeld

In beinahe unzähligen Bildern hat der impressionistische Maler Lovis Corinth (1858-1925) seine Geliebte und spätere Ehefrau Charlotte Berend-Corinth (1880-1967) porträtiert. Denken wir an Charlotte Berend, so erscheint diese vor unserem geistigen Auge gleichsam durch den künstlerischen Filter Lovis Corinths … ein Filter, der dazu verleitet, Charlotte Berend  insbesondere als Ehefrau des berühmten Malers und Mutter seiner beiden Kinder, als Gefährtin, Muse und Hüterin des künstlerischen Vermächtnisses Lovis Corinths zu sehen. Dessen ungeachtet drängte es Charlotte Berend zeitlebens nach eigenständigem künstlerischem Ausdruck. Ihr umfangreiches malerisches, zeichnerisches, druckgraphisches aber auch schriftstellerisches Werk kündet davon, dass sich die Künstlerin intensiv mit der Rolle der Frau in ihrer Zeit auseinandersetzte und sich dabei auf höchst originäre wie moderne Weise zu positionieren wusste.

Das Junge Forum der Guthmann Akademie nimmt sich der Frage an, wer die Frau und Künstlerin Charlotte Berend unabhängig von ihrer lebenslangen Bezogenheit auf Lovis Corinth war. Dabei sollen neue Forschungsergebnisse in den Fokus gerückt werden. So wird Fabiana Blasco, B. A. (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder) in ihrem Vortrag Die verrenkte Frau? am 15. April 2018 um 14 Uhr im Gutshaus Neukladow  Zur Rolle von Geschlecht in der Rezeption des künstlerischen Werks von Charlotte Berend sprechen. Einführende Worte über Charlotte Berend-Corinths lebens- und schaffensmäßigen Weg Vom Walchensee nach New York spricht die Leiterin der Guthmann Akademie Dr. Miriam-Esther Owesle.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €). Für Studierende ist der Eintritt frei!

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

_____________________

Neu-Cladower Salon 2018

Mimen, Musen und Memoiren – Illustre Gäste in Neu-Cladow

 

8. April 2018 – 14 Uhr

Pathos im Park – Max Reinhardt und das Neu-Cladower Naturtheater

 

File:Nicola Perscheid Portrait of Max Reinhardt.jpeg

Max Reinhardt (fotogr. v. Nicola Perscheid), 1911

Der Wunsch, Neu-Cladow im Sinne eines Gesamtkunstwerks auszugestalten, in dem Natur und Kultur zu einem unlösbaren Ganzen miteinander verwoben werden sollten, ließ Johannes Guthmann einen Künstler auf den Plan rufen, der als Theaterregisseur und Intendant zu den renommiertesten Theaterleuten seiner Zeit zählte und maßgeblich dazu beitrug, dass Berlin in den Jahren nach 1900 zur führenden Theatermetropole Deutschlands mit internationalem Ruf avancierte. Es war kein Geringerer als der „Herr des Deutschen Theaters“ Max Reinhardt (1873-1943), der Guthmann bei der Konzeption des von ihm geplanten Naturtheaters beratend zur Seite stand. 1912 mit einer Aufführung antiker Chormusik eröffnet, wurde der Spielbetrieb des „grünen Festspielhauses“ durch den Ersten Weltkrieg jäh unterbrochen. Dass Johannes Guthmann im Sommer 1919 trotz bitterster Not der Nachkriegszeit das lyrische Drama „Der Tor und der Tod“ von Hugo von Hofmannsthal aufführen ließ, war ein Zeichen der Kontinuität in krisengeschüttelter Zeit, von der auch die Beziehung zwischen Johannes Guthmann und Max Reinhardt sprechend kündet: das in Neu-Cladow geknüpfte freundschaftliche Band zwischen Guthmann und Reinhardt überdauerte die Krisenzeit des Ersten Weltkriegs und wirkte bis in die 1920er Jahre hinein fort. Max Reinhardt und seinen vielfältligen Beziehungen zu Neu-Cladow widmet sich der April-Vortrag des Neu-Cladower Salons 2018.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

 

______________________________

Guthmann Lecture im Gutshaus Neukladow

 

Das Licht tropft von der Pinselspitze

Max Slevogt und der Berliner Impressionismus

Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag von Max Slevogt

 

18. März 2018 – 14 Uhr

 

Von der Havel zu den Pyramiden

Max Slevogt und Johannes Guthmann in Ägypten

 

Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

 

Max_Slevogt_Sandsturm_in_der_Libyschen_Wüste_1914

Max Slevogt: Sandsturm in der Libyschen Wüste, 1914 © Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

„Die Gemälde aus Ägypten bedeuten eine ganze Epoche. Die Reihe der in Ägypten entstandenen Landschaften ist alles in allem vielleicht doch das schönste Dokument des deutschen Freilicht-Impressionismus“, schreibt der Kunsthistoriker Emil Waldmann über die kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs entstandenen Ägyptenbilder Max Slevogts. Dass Johannes Guthmann den Entstehungsprozess dieser epochemachenden und im Œuvre des großen deutschen Impressionisten so bedeutsamen Werkgruppe unmittelbar miterleben konnte, verdankt sich seiner Freundschaft zu Slevogt, deren Grundstein während der Neu-Cladower Aufenthalte des Malers in den Sommern 1911 und 1912 gelegt wurde und die schließlich lebenslang währte. In dem Zyklus von 21 Gemälden und den zahlreichen Aquarellen und Zeichnungen, die Max Slevogt im Februar und März 1914 in Ägypten schuf, erfuhr die Farbenlust der zwei Jahre zuvor in Neu-Cladow entstandenen Bilderreihe eine nochmalige Steigerung. Mit zupackender Handschrift fing der Künstler in farbintensiven, leuchtkräftigen Bildern das gleißende Licht der ägyptischen Sonne ein. Die Geschichten und Anekdoten, die Johannes Guthmann uns in seinen zahlreichen Schriften von der Reise erzählt, geben nicht nur Einblick in die Schaffensweise des impressionistischen Malers. Sie werfen auch ein Licht auf den fruchtbaren geistig-künstlerischen Austausch der Reisegefährten, deren Fahrt nach Ägypten das bereits in den drei Jahren zuvor in Neu-Cladow geknüpfte freundschaftliche Band aufs engste festigte und auch Johannes Guthmann zu schriftstellerischem Schaffen inspirierte. Mitten im Krieg erschien 1917 im Verlag Bruno Cassirer sein Buch „Bilder aus Ägypten“ – ein Hoffnungsschimmer in finsterer Zeit und ein Vermächtnis dessen, was Slevogt mit Guthmann verband: die Liebe zu den Schönheiten der Welt.

_______________

Neu-Cladower Salon 2018

 

Mimen, Musen und Memoiren – Illustre Gäste in Neu-Cladow

 

4. März 2018 – 14 Uhr

Femme fatale am Havelstrand – Die Schauspielerin Tilla Durieux

 

Abb_21_Stuck_Durieux_SMPK_ANG

Franz von Stuck: Tilla Durieux als Circe, um 1913 © SMB, Alte Nationalgalerie Berlin

Dass die männerbestrickende femme fatale, als die sich die Schauspielerin Tilla Durieux (1880-1971) durch Franz von Stucks Rollenporträt als Circe von 1913 einen unvergänglichen Platz im kollektiven Gedächtnis eroberte, während des Ersten Weltkriegs mit selbstgemachtem Kompott für Johannes Guthmanns leibliches Wohl sorgte, wirft ein Licht auf das enge Verhältnis des Hausherrn zu der renommierten Mimin, die um 1910 Triumphe auf den Berliner Bühnen feierte. Gar oft war Tilla Durieux zusammen mit ihrem Ehemann, dem Kunsthändler Paul Cassirer, in Neu-Cladow zu Gast. Hier fand sie eine Vielzahl jener Gaul’schen Kleinbronzen vor, deren Bewunderin sie war. Hier lieferte sie sich am Havelstrand Scheingefechte mit ihrer Schauspielerkollegin und -konkurrentin Lucie Höflich. Dass das Ende ihrer Ehe tragisch verlief und sich Cassirer anlässlich der drohenden Scheidung in der Kanzlei von Guthmanns Rechtsanwalt 1926 das Leben nahm, kann nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Ehe der beiden über Jahre als durchaus fruchtreiche Verbindung ausnahm, deren Spiegel das behagliche Ambiente und die niveauvolle Atmosphäre ihrer Wohnung im Berliner Tiergartenviertel war. An deren geistig-kulturell anregendem Klima partizipierte Johannes Guthmann zusammen mit seinem Lebensgefährten Joachim Zimmermann gar häufig. Jene Passagen, die Guthmann Tilla Durieux in seinen Lebenserinnerungen widmet, vermögen uns nicht nur Einblick in ein spannendes Künstlerinnenleben zu gewähren, sondern lassen darüber hinaus auch die große Zeit des Berliner Theaters zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder lebendig werden.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

 

_____________________

 

4. Februar 2018 – 14 Uhr

Löwenkinder für Neu-CladowDer Kunsthändler Paul Cassirer

 

800px-1912_von_Kalckreuth_Portrait_Paul_Cassirer_anagoria

Leopold von Kalckreuth: Paul Cassirer, 1912 © Stiftung Stadtmuseum, Berlin

Zählten die Werke Max Slevogts und August Gauls zum Kernbestand der Kunstsammlung des Kunsthistorikers und Schriftstellers Johannes Guthmann in Neu-Cladow, so wurde der Sammler von keinem Geringeren als dem umtriebigen Kunsthändler und Verleger Paul Cassirer (1871-1926) mit den Werken der Künstler der Berliner Secession versorgt. Cassirer nahm die Rolle eines Hoflieferanten für die umfangreiche Kunstsammlung Johannes Guthmanns ein. Dabei stellte die mußevolle Welt Neu-Cladows mit ihrer inselhaft entrückten Lage einen hochwillkommenen Rekreationsort für den vielbeschäftigten Kunsthändler dar, der den französischen Impressionismus im wilhelminischen Berlin gegen die kaiserliche Kunstdoktrin etablieren half und dafür sorgte, dass sich in der Berliner Kunstszene weit Fenster und Pforten öffneten und frischer Wind und helles Licht in die Atelierräume strömten. Dass wir uns heute noch ein genaues Bild von den im Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich verlorenen Slevogt’schen Wandmalereien im Neu-Cladower Gartenpavillon zu machen vermögen, die 1921 in elf farbigen Lichtdrucken als aufwändige Kassette publiziert wurden, verdankt sich Cassirers leidenschaftlichem Engagement für die moderne Kunst und – für Neu-Cladow.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

______________________

Guthmann Lecture im Gutshaus Neukladow

 

Das Licht tropft von der Pinselspitze

Max Slevogt und der Berliner Impressionismus

Eine Vortragsreihe zum 150. Geburtstag von Max Slevogt

 

21. Januar 2018 – 14 Uhr

Ein Garten Eden an der Havel Max Slevogt und Neu-Cladow

 

Im Oktober 2018 jährt sich der Geburtstag des Malers, Zeichners und Graphikers Max Slevogt (1868-1932) zum hundertfünfzigsten Mal. Die Guthmann Akademie nimmt dies zum Anlass, Slevogt mit einer Vortragsreihe zu ehren. In ihrem Zentrum stehen Leben und Schaffen eines Künstlers, der zusammen mit Max Liebermann und Lovis Corinth dem großen „Dreigestirn des deutschen Impressionismus“ zugerechnet wird. Dabei widmet sich die Guthmann Akademie dem Künstler an einer seiner wichtigsten Wirkungsstätten: in Neu-Cladow!

Slevogt_NC_Gutshaus_Pfau.jpg

Max Slevogt: Blumengarten I in Neu-Cladow, 1912 © Münster, LWL-Museum

Auf dem Anwesen des Kunsthistorikers und Schriftstellers Dr. Johannes Guthmann (1876-1956) hatte der impressionistische Maler in den pulsierenden Jahren um 1910 einen gleichsam arkadischen Ort gefunden, der ihm einen idealen Rahmen für seine körperliche wie geistige Rekreation bot und ihn vielfach künstlerisch inspirierte: Im Gartenpavillon schuf Slevogt seine ersten Wandmalereien mit Paraphrasen auf Mozarts „Zauberflöte“. In farbsprühenden Gemälden fing er die geistvoll-elegante Atmosphäre von Haus und Garten ein.

Neu-Cladow war für Max Slevogt ein moderner Garten Eden, den er nicht müde wurde zu porträtieren. Am 21. Januar 2018 um 14 Uhr widmet sich der erste Vortrag Reihe „Das Licht tropft von der Pinselspitze – Max Slevogt und der Berliner Impressionismus“ der besonderen Beziehung Max Slevogts zu Neu-Cladow.

 

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €).

Um Reservierung wird gebeten unter der e-mail-Adresse meo@guthmann-akademie.de oder unter der Rufnummer 030/32604551.

____________________

 Die Guthmann Akademie zu Gast in der Galerie Mutter Fourage

 

7. Januar 2018 – 14 Uhr

 

Ein Landhaus für Manet & van Gogh

Die Villa von Franz und Margarete Oppenheim und ihre Kunstsammlung am Wannsee

 

Ein Vortrag im Rahmen der Reihe

Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee

Vincent_van_Gogh_Rosen_1890

Vincent van Gogh: Rosen, 1890 © Metropolitan Museum, New York

„Die Leitung der Fabrik besorge ich, das Departement Kunst untersteht meiner Frau“, schreibt der Unternehmer Franz Oppenheim (1852-1929) im Jahre 1909 an den Direktor der Berliner Gemäldegalerie Wilhelm von Bode. In den beiden Jahren zuvor hatte Oppenheim sich und seiner Frau ein großes Landhaus in der Villenkolonie Alsen durch den Architekten Alfred Messel errichten lassen, dessen spektakuläres Herzstück eine mehr als zwanzig Meter lange Gemäldegalerie war, in der eine opulente Kunstsammlung Platz fand: Im „Großen Messel“ – wie die Villa Oppenheim in der Großen Seestraße 16 (heute: Zum Heckeshorn 38) genannt wurde – gaben sich Gemälde von Vincent van Gogh und Edouard Manet ein Stelldichein und bezeugten den bereits früh an der zeitgenössischen Kunst orientierten und vornehmlich auf französische Impressionisten fokussierten Geschmack Margarete Oppenheims (1857-1935), deren Cézanne-Sammlung als die seinerzeit größte in Deutschland galt und die in ihrem von Alfred Messel angelegten und durch Paul O. A. Baumgarten und Alfred Lichtwark in den 1910er Jahren umgestalteten Garten unter anderem Tierplastiken des Sezessions-Bildhauers August Gaul aufstellen ließ. Im Rahmen der Vortragsreihe „Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee“ nimmt sich der Neu-Cladower Salon in der Galerie Mutter Fourage im November dem Wannseer Refugium von Franz und Margarete Oppenheim an.

Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10 € / erm. 8 €. Um Reservierung wird gebeten. Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

____________________

Guthmann Soirée

im Gutshaus Neukladow

 

Samstag, 9. Dezember 2017 – 15 Uhr

 

Von der Unvergänglichkeit des Schönen in der Welt –

Johannes Guthmanns Traum vom Arkadien an der Havel

 

Eine musikalisch-literarische Soirée mit Heike Hofereiter & Miriam-Esther Owesle

 

 Buchcover_Neu-Cladow_und_nichts_anderes_be.bra_wissenschaft_2014

In einer musikalisch-literarischen Soirée erzählen die Pianistin Heike Hofereiter und die Kunsthistorikerin Miriam-Esther Owesle von dem Glauben an die Unvergänglichkeit des Schönen im Spiegel der Biographie des Schriftstellers und Sammlers Johannes Guthmann (1876-1956). Dieser hatte vor rund hundert Jahren in dem frühklassizistischen Gutshaus Neu-Cladow einen Kreis illustrer Gäste um sich geschart, zu denen der impressionistische Maler Max Slevogt und der Bildhauer August Gaul ebenso gehörten wie der Kunsthändler Paul Cassirer und die Schauspielerin Tilla Durieux, der Schriftsteller Gerhart Hauptmann, der Theaterintendant Max Reinhardt sowie der spätere Außenminister Walther Rathenau. In ihrem Buch „‚Neu-Cladow und nichts anderes!‘ – Johannes Guthmanns Traum vom Arkadien an der Havel“ (be.bra wissenschaft verlag 2014) hat die Kunsthistorikerin Miriam-Esther Owesle die sprühend geistvolle Atmosphäre der Blütezeit Neu-Cladows eingefangen und lässt im literarisch-musikalischen Dialog mit der Pianistin Heike Hofereiter den neuromantischen Traum Guthmanns von einem Arkadien an der Havel lebendig werden.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 20 € (erm. 15 €)

 ____________________

Neu-Cladower Salon

zu Gast in der Galerie Mutter Fourage

 

Salonreihe 2017

Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee

 

Max_Liebermann_Garten_der_Familie_Arnhold_1911

Max Liebermann: Der Garten der Familie Arnhold, 1911

 

Sonntag, 3. Dezember 2017 – 18 Uhr

„Kohlenkönig“ und Mäzen

Eduard Arnhold und seine Villa am Großen Wannsee

 

Es mag kein Zufall sein, dass Max Liebermann den Garten seines Nachbarn Eduard Arnhold (1849-1925) am Großen Wannsee 4 in einem 1911 entstandenen Gemälde aus der Vogelperspektive mit weit schweifendem Blick ins offene Blau des Großen Wannsees gestaltet hat – Weltoffenheit und Weitblick zeichneten das kulturelle Engagement des Unternehmers und Mäzens aus, der als Multimillionär einer der reichsten Männer seiner Zeit war und um 1900 zu den wichtigsten Förderern von Kunst und Wissenschaft gehörte. In maßgeblicher Weise zeichnete Eduard Arnhold dafür verantwortlich, dass die frühe Moderne in den konservativen wilhelminischen Kunstbetrieb Einzug halten konnte. Dabei fand nicht nur der französische Impressionismus in dem „Kohlenmagnaten“ einen seiner bedeutendsten Befürworter – auch der deutschen zeitgenössischen Kunst war Eduard Arnhold ein wichtiger Protegé. Dass Liebermanns Impressionismus das Interesse des Sammlers ebenso weckte wie die Neuromantik Böcklins bezeugt, dass der zeittypische Streit der Richtungen in der Sammlung Arnhold zur Beruhigung gelangte. Hier fanden sich – wie Hugo von Tschudi 1909 feststellte – die Meister des 19. Jahrhunderts zu „einem wahren Friedensfeste“ vereinigt. Der Dezember-Vortrag des Neu-Cladower Salons in der Galerie Mutter Fourage ist dem großen Sammler und Mäzen Eduard Arnhold gewidmet.

Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee

www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10 € / erm. 8 €. Um Reservierung wird gebeten.

Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

___________________

Die Guthmann Akademie zu Gast in der Villa Oppenheim

 

Mittwoch, 22. November 2017 – 18 Uhr – Villa Oppenheim

 

Kalte Luft und warmes Licht –

Hans Baluschek und sein Gemälde „Zur Grube“

 

Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

 

1914 schuf der Berliner Maler, Zeichner und Graphiker Hans Baluschek (1870-1935) mit seinem Gemälde „Zur Grube“ ein Hauptwerk der Charlottenburger Kunstsammlung, das in charakteristischer Weise nicht nur Aufschluss gibt über die Intentionen des Künstlers, sondern in dem sich darüber hinaus auch die  Ambivalenzen des modernen Industriezeitalters und seine sozialen Begleiterscheinungen spiegeln. Das Gemälde im Kontext des künstlerischen OEuvres Hans Baluscheks ebenso wie vor dem soziokulturellen Hintergrund seiner Enstehungszeit zu betrachten, wird Thema des Vortrags sein.

Hans_Baluschek_Zur_Grube_1914Hans Baluschek: Zur Grube, 1914

http://www.villa-oppenheim-berlin.de/veranstaltungen/alle.html

Der Eintritt ist frei.

___________________

Guthmann Lecture

im Gutshaus Neukladow

 

Sonntag, 19. November 2017 – 15 Uhr

 

„Mit der Leinwand an die Havel – Neu-Cladow und die Berliner Secession“

 

Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

 

Max_Slevogt_Blumengarten_II_in_Neu_Cladow_SMPKMax Slevogt: Blumengarten II in Neu-Cladow, 1912 © SMPK

Immer wieder zog es den impressionistischen Maler Max Slevogt nach Neu-Cladow, um hier am Havelstrand die Naturschönheit des Ortes und dessen geistig anregende Atmosphäre mit Pinsel und Zeichenstift festzuhalten. Noch heute kündet Slevogts Neu-Cladower Gemäldezyklus von jener Aufbruchstimmung, die Haus und Park um 1910 durch das Wirken des Kunsthistorikers und Schriftstellers Johannes Guthmann (1876-1956) erfüllte. Durch Guthmann wurde Neu-Cladow zu einem modernen Musenhof, an dem sich Bildende Künstler und Schriftsteller, Schauspieler und Musiker ein rekreativ-kreatives Stelldichein gaben – darunter auch zahlreiche Mitglieder der Berliner Secession. Sie schufen nicht nur Werke in Neu-Cladow, sondern auch für Neu-Cladow: neben Arbeiten von Max Slevogt befanden sich in der Kunstsammlung des Hausherrn Arbeiten von Hans Purrmann und August Gaul, Ernst Barlach und Georg Kolbe. Der Verbindung von Johannes Guthmann und Neu-Cladow zur Berliner Secession widmet sich ein Vortrag der Leiterin der Guthmann Akademie Dr. Miriam-Esther Owesle im Rahmen der Guthmann Lectures am 19. November 2017 um 15 Uhr. Dann heißt es im Musiksaal des Gutshauses Neu-Cladow: „Mit der Leinwand an die Havel – Neu-Cladow und die Berliner Secession“.

Veranstaltungsort: Gutshaus Neukladow (Musiksaal), Neukladower Allee 9-12, 14089 Berlin; Eintritt: 10 € (erm. 8 €)

______________

 

_________________________________________

Mehr als nur Impressionismus

Künstler der Berliner Secession in der Galerie Mutter Fourage

 

Vernissage – 15. Oktober 2017 – 13 Uhr

 

Über die Künstlervereinigung Berliner Secession hat Dr. Anke Matelowski jüngst mit ihrer Publikation „Die Berliner Secession 1899 – 1937. Chronik, Kontext, Schicksal“ (Nimbus Verlag) ein neues Grundlagenwerk vorgelegt, das die Aktivität und Bedeutsamkeit der Berliner Secession in den knapp vierzig Jahren ihres Bestehens aufs Genaueste darlegt. Die Galerie Mutter Fourage (Chausseestraße 15 a, 14109 Berlin – Wannsee) zeigt aus diesem Anlass vom 20. Oktober bis 17. Dezember 2017 jeweils Freitags von 14-18 Uhr sowie Sa+So 12-17 Uhr (und nach Vereinbarung) eine umfassende Schau mit Werken Berliner Secessionisten, deren Facettenreichtum deutlich macht, dass die Berliner Secession „mehr“ war – „als nur Impressionismus“.

Die Guthmann Akademie wird die Vernissage zur Ausstellung „Mehr als nur Impressionismus“ – Künstler der Berliner Secession“ mit einführenden Worten von Dr. Miriam-Esther Owesle mitgestalten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Ausstellung unter folgendem link:

Flyer_Ausstellung_Berliner_Secession_Galerie_Mutter_Fourage

Heckendorf_Stadt_im_Gebirge_1919

Franz Heckendorf: Stadt im Gebirge, 1919

_________________________________________

 

Luther & die musikalischen Boten der Reformation

 

14. Oktober 2017 – 17 Uhr – Dorfkirche Kladow

 

 „Luthers Bibelübersetzung hat die größten Wirkungen hervorgebracht“ – dies sagt kein Geringerer als der Deutschen wohl größter Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe. Eine der nachhaltigsten Wirkungen zeigt sich dabei in der Musik. In Werken von Heinrich Schütz und Max Reger, Otto Nicolai und Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms und Johann Sebastian Bach ist uns Martin Luther und seine Leistung noch immer ganz gegegenwärtig. Der Kammerchor Falkensee unter Leitung von Jens Hofereiter, wird uns dies am 14. Oktober 2017 um 17 Uhr in der Dorfkirche Kladow (Kladower Damm 369, 14089 Berlin) aufs Lebendigste zu Gehör bringen. Dr. Miriam-Esther Owesle widmet sich in zwei gesprochenen Beiträgen dem für Luther gar engen Band zwischen Wort und Musik.

Eintritt und Platzwahl sind frei.

Gustav_Adolf_Spangenberg_Luther_im_Kreise_seiner_Familie_musizierend_1866

Gustav Adolf Spangenberg: Luther im Kreise seiner Familie musizierend, 1866

 

_________________________________________

 

Neu-Cladower Salon

zu Gast in der Galerie Mutter Fourage

 

Salonreihe 2017

Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee

Familie_Richter_auf_der_Terrasse_des_Hauses_Hohenzollernstraße_12_um_1900

Familie Richter auf der Terrasse in Wannsee, um 1900

1. Oktober 2017 – 14 Uhr

Hofmannsthal zu Gast in Wannsee

Die Salonnière Cornelie Richter und ihr Landsitz auf dem Wehrhorn

 

In heiter-lichtdurchwirkten Gemälden hat uns der Maler Philipp Franck jenen Garten überliefert, den zu hegen und pflegen der Witwe des Malerfürsten Gustav Richter (1823-1884) Herzensangelegenheit war. Mit ihrem Landsitz auf dem Wehrhorn – einer Halbinsel zwischen Kleinem Wannsee und Pohlesee – schuf  Cornelie Richter (1842-1922) insbesondere in den Jahren zwischen 1890 und 1914 ein idyllisches Refugium, in dem auch die Kultur reiche Blüten trieb. Galten bereits zu Lebzeiten ihres Mannes die Atelierfeste in der gemeinsamen Stadtwohnung als legendäre Zusammenkünfte der geistig-kulturellen Elite der Gründerzeit, so empfing Cornelie Richter in ihrem 1888 von Hermann Ende erbauten Sommerdomizil in der Villenkolonie Alsen insbesondere jenen Kreis, mit dem sie in engstem Kontakt stand – darunter bedeutende Vertreter der künstlerischen Avantgarde. Der Dichter und Dramatiker Hugo von Hofmannsthal war dabei ebenso gern gesehener und häufiger Gast in der Hohenzollernstraße 12 wie der Schriftsteller und Mäzen Harry Graf Kessler. Der Salonnière Cornelie Richter und ihrem Wannseer Refugium ist der Oktober-Vortrag des Neu-Cladower Salons in der Galerie Mutter Fourage gewidmet.

__________________________

Neu-Cladower Salon

zu Gast in der Galerie Mutter Fourage

 

3. September 2017 – 14 Uhr

Mit der Staffelei in’s Grüne – Philipp Franck

und sein Traum von einer Künstlerkolonie am Wannsee

 

Philipp_Franck_Wannseegarten_1926

Philipp Franck: Wannseegarten, 1926

Lange bevor sich der Maler und Zeichner Philipp Franck (1860-1944) im Jahre 1909 sein Atelierhaus in der Wannseer Hohenzollernstraße 7 bauen ließ, hatte der aus Frankfurt am Main stammende Künstler mit Pinsel und Zeichenstift bereits jene malerische Havellandschaft um Potsdam festgehalten, der zeitlebens seine unverbrüchliche Liebe galt und deren Schönheiten er nicht nur in weitgehend unberührter Natur, sondern auch in den Landschaftsgärten zahlreicher Sommerhäuser der Villenkolonie Alsen nachspürte. Dabei pflegte Philipp Franck nicht nur Umgang mit wohlsituierten Villenbesitzern wie Eduard Arnhold oder Cornelie Richter, sondern stand auch in engstem Austausch mit Künstlern wie Hans Herrmann oder Max Liebermann. In Francks dichtem gesellschaftlichem Netzwerk spiegelt sich dabei auch sein Traum von einer Künstlerkolonie am Wannsee wider, dem der September-Vortrag der Reihe „Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee“ des Neu-Cladower Salons gilt, der in diesem Jahr zu Gast in der Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee ist: www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10€. Um Reservierung wird gebeten. Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

_______

 

„Rübezahl tanzt auf dem Dach“ –

Johannes Guthmann & Joachim Zimmermann in Schreiberhau

 

Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

Samstag, 13. Mai 2017 – 16 Uhr – Carl-Hauptmann-Haus, Schreiberhau

 

Dom Carla i Gerharta Hauptmannów
ul. 11 Listopada 23
PL 58-580 Szklarska Poręba

Schreiberhau_Dachreiter

 

 

 

2017-04-18_semestereröffnung_poster1

Johannes Guthmann (1876-1956) in Heidelberg

Der Kunsthistoriker, Schriftsteller und Kunstsammler Johannes Guthmann (1876- 1956) studierte seit dem Sommersemester 1896 in Heidelberg und promovierte 1900 bei Henry Thode mit einer Arbeit über „Die Landschaftsmalerei der toskanischen Kunst im 14. Jahrhundert“. Um 1910 unterhielt er auf dem Gut Neu-Cladow bei Berlin einen modernen Musenhof, an dem sich die geistig-kulturelle Elite der Zeit traf. Zum engsten Gästekreis gehörten der Maler Max Slevogt und der Bildhauer August Gaul, der Schriftsteller Gerhart Hauptmann und der Regisseur Max Reinhardt, der Kunsthändler Paul Cassirer und die Schauspielerin Tilla Durieux sowie der Politiker Walther Rathenau. Der Vortrag beleuchtet die Heidelberger Studienzeit Guthmanns und insbesondere auch die Einflüsse, die seine Lehrer Henry Thode und Carl Neumann auf ihn ausübten.

Kontakt Veranstalter: Institut für Europäische Kunstgeschichte

Homepage Veranstalter: www.iek.uni-hd.de

__________________

Guthmann-Akademie zu Gast in der Villa Oppenheim

Seminarprogramm Frühjahr/Sommer 2017

Im Frühjahr und Sommer 2017 ist die Guthmann Akademie mit einer Seminarreihe zu Gast in der Villa Oppenheim:

Guthmann_Akademie_Frühjahr_Sommer_2017.Oppenheim-Seite001

Guthmann_Akademie_Frühjahr_Sommer_2017.Oppenheim-Seite002

Die Kunstsammlung der Stadt Charlottenburg bietet auf besondere Weise die Möglichkeit, die Vielgestaltigkeit einer Zeit panoramatisch zu erfassen, deren Balanceakt zwischen Tradition und Moderne sich in einer Vielzahl künstlerischer Ausdrucksformen spiegelt: Jugendstil und Realismus, Impressionismus und Salonmalerei geben sich in den Räumen der 1881 im Stil der Neorenaissance als bürgerliches Privathaus errichteten Villa Oppenheim heute ein faszinierendes Stelldichein.

Als Gast der Villa Oppenheim lädt die Guthmann Akademie zu gedanklichen Spaziergängen in jene Zeit ein, in der sich wohlhabende Bürger durch das Sammeln von Kunst ein Refugium inmitten soziokultureller Umwälzungen schufen und in der die 1908 gegründete „Deputation für Kunstzwecke“ der Stadt Charlottenburg der kaiserlichen Kunstdoktrin mit einer liberalen Kulturpolitik begegnete.

In der Seminarreihe „Zwischen Salon und Sezession – Berliner Malerei um 1900 in der Villa Oppenheim“, die vom 26. April 2017 bis zum 28. Juni 2017 immer Mittwochs von 10.15 bis 11.45h in der Villa Oppenheim stattfindet, stellt die Kunsthistorikerin und Leiterin der Guthmann Akademie Dr. phil. Miriam-Esther Owesle, ausgewählte Werke der Sammlung vor. Ergänzend zu den Betrachtungen und Diskussionen vor den jeweiligen Originalen erläutern profunde Bildpräsentationen den kunst- und kulturgeschichtlichen Kontext der jeweiligen Werke.

Hier finden Sie das aktuelle Seminarprogramm zum download:

Guthmann_Akademie_Seminarprogramm_Frühjahr_Sommer_2017

Werbeanzeigen