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Max Slevogt in Neu-Cladow –

Eine Dokumentation

 

Gutshaus Neu-Cladow

15. November 2015 bis 28. Februar 2016

http://www.berliner-secession.de/

Vortrag & Finissage 21. Februar 2016 – 15 Uhr

„Die schöne Welt, die wir so lieben …“ – Max Slevogt & Johannes Guthmann

Es war nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick, die der Maler und Zeichner Max Slevogt (1868-1932) für Neu-Cladow empfand, als er im Sommer 1911 erstmalig den weitläufigen Gutspark in Augenschein nahm. Zu schwierig wollte ihm die Aufgabe erscheinen, die der Hausherr Johannes Guthmann an ihn herantrug: Bisher nur Leinwand und Papier verpflichtet, sollte Slevogt nun die Wände des Neu-Cladower Gartenpavillons ausmalen – ein Unterfangen, das er schließlich zwar im Schweiße seines Angesichts, aber mit Bravour zu bewerkstelligen wusste. Der Sommer 1911 stellte somit den Auftakt dar für jene enge Verbindung zwischen Guthmann und Slevogt, die sich in reicher Korrespondenz und einem fruchtbringenden künstlerischen und kunsthistorischen Austausch zwischen den Freunden niederschlug. Dass Max Slevogt seine Briefe, Postkarten und Telegramme an Johannes Guthmann nicht selten mit einfallsreichen Zeichnungen versah, inspirierte den promovierten Kunsthistoriker Guthmann dabei zu einem nicht unerheblichen Teil zu seiner 1920 publizierten Monographie Mit Scherz und Laune über Slevogts Gelegenheitsarbeiten. Im Zentrum des Vortrags steht die enge wesensmäßige Verflechtung zwischen dem Künstler und dem Kunsthistoriker, die facettenreichen Widerhall in den überlieferten schriftlichen wie künstlerischen Zeugnissen findet und die Max Slevogt nicht nur zum Haus- und Hofmaler von Neu-Cladow werden ließ, sondern auch dafür verantwortlich zeichnet, dass Guthmann und Slevogt zeitlebens eine ebenso außergewöhnliche wie unverbrüchliche Freundschaft verband.