Neu-Cladower Salon

Neu-Cladower Salon 2017

Jahreszyklus 2017

Neu-Cladows illustre Nachbarn:

Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee

Nachdem sich der Neu-Cladower Salon seit April 2013 in vier Vortragsreihen der facettenreichen Biografie des Kunsthistorikers, Schriftstellers und Sammlers Johannes Guthmann (1876-1956) im Spiegel von Haus und Park Neu-Cladow angenommen hat, möchten wir den Blick in diesem Jahr topographisch wie historisch weiten und auf Guthmanns künstlerisch versierte und ambitionierte Nachtbarn richten, die in ihren jeweiligen Häusern am Kleinen und Großen Wannsee daran arbeiteten, jener „Unvergänglichkeit des Schönen in der Welt“ sichtbaren Ausdruck zu verleihen, die Johannes Guthmann stets weg- und richtungsweisende Maxime war. „Neu-Cladows illustre Nachbarn: Künstlerhäuser und Sammlervillen in Wannsee“ heißt der Vortragszyklus des Neu-Cladower Salons 2017, der an jedem ersten Sonntag im Monat stattfinden wird in der Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee (www.mutter-fourage.de).

Der Eintrittspreis beträgt regulär 10 € und für Mitglieder des Freundeskreises der Guthmann Akademie 8 €. Um Reservierung wird gebeten. Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

5. Februar 2017 – 14 Uhr

Eine Ritterburg am Wannsee

Der Bauunternehmer Robert Guthmann und seine Villa am Sandwerder 5

„Einen grässlichen Kasten im Stil einer imitierten Ritterburg“ nannte der Dramatiker Carl Zuckmayer die pompöse Villa im Stil der Neorenaissance, die der Bauunternehmer Robert Guthmann (1839-1924) am Großen Wannsee für sich und seine Familie 1884/85 errichtet hatte und die heute über die Grenzen Berlins hinaus bekannt ist – als Literarisches Colloquium Berlin. Dabei hat die Pflege der schönen Künste in der Villa am Großen Wannsee eine lange Tradition und reicht bis auf Robert Guthmann zurück, der hier eine Kunstsammlung sein eigen nannte, die auch den Grundstock bildete für jene Sammlung bedeutender Werke der Klassischen Moderne, mit der sein Sohn Johannes sich später einen Namen unter Künstlern und Kulturschaffenden machte. Dass Kunst und Kultur in der Villa am Sandwerder 5 nicht erst seit Zuckmayer, der hier in den Zwanzigerjahren seinen „Fröhlichen Weinberg“ schrieb, sondern bereits im Wilhelminischen Kaiserreich eine Heimstatt zeigt der Februar-Vortrag des Neu-Cladower Salons in der Galerie Mutter Fourage.

5. März 2017 – 14 Uhr

Mit der Wannseebahn zum Kaiser

Der Hofmaler Anton von Werner und sein Sommerhaus in Wannsee

1887 ließ sich der „Kaisermaler“ Anton von Werner (1843-1915) nach mehreren Wannseer Sommerfrischen in der Villenkolonie Alsen ein Sommerhaus errichten, das ihm inspirierend-rekreatives Refugium in turbulenter Zeit war. Seitdem der Künstler mit der „Kaiserproklamation“ in den 1870er Jahren sein wohl berühmtestes Gemälde geschaffen und damit einen der wichtigsten Augenblicke der deutschen Geschichte – die Proklamierung des deutschen Kaiserreiches am 18. Januar 1871 – in einem großformatigen Ölgemälde dokumentiert hatte, avancierte er im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zu einem hoch angesehenen und mit offiziellen Aufträgen reich gesegneten Maler. Seine Zeit in Wannsee wirkte sich demgegenüber katalysatorisch auf die Entstehung spontan anmutender, sonnendurchfluteter Garten- und Familienszenen aus, die den Historienmaler buchstäblich in einem anderen Licht erscheinen lassen. In dem Vortrag „Mit der Wannseebahn zum Kaiser“ beleuchtet der Neu-Cladower Salon den großen Künstler  von beiden Seiten!

2. April 2017 – 19 Uhr

Rembrandt, Rubens und Rodin – Der Sammler Oskar Huldschinsky

Im Mai 1928 fand im Berliner Hotel Esplanade eine spektakuläre Auktion statt. Versteigert wurden mehr als 250 Bilder, Skulpturen und kunstgewerbliche Gegenstände aus dem Besitz des jüdischen Kaufmanns und Industriellen Oscar Huldschinsky (1846-1931), in denen sich der museale Charakter seiner umfangreichen Kunstsammlung widerspiegelt. So zählten wichtige Werke der italienischen und deutschen Renaissance, der niederländischen Malerei des 17. Jahrhundert und des französischen Rokoko zur Sammlung und gaben sich sowohl in der Stadtwohnung Huldschinskys im Tiergartenviertel ein Stelldichein, wie in jener Wannseevilla, die sich der Sammler 1890/91 auf dem heutigen Grundstück Am Sandwerder 33/35 errichten ließ. Der Salon Neu-Cladow nimmt im April die Sammlung eines der bedeutendsten Mäzene um 1900 in den Blick, der nicht nur bedeutende Werke von Botticelli und Tiepolo, von Rembrandt und Franz Hals sein eigen nannte, sondern der auch als früher Stifter französischer Impressionisten für die Berliner Nationalgalerie Museumsgeschichte geschrieben hat.

7. Mai 2017 – 14 Uhr

Von der Front zum Havelstrand – 

Der Historienmaler Hugo Vogel und seine Villa in Wannsee

Dass der vor allem für seine Historiengemälde bekannte Maler Hugo Vogel (1855-1934) mit einem Flöte spielenden Faun ein arkadisches Motiv schuf, das der neuromantischen Richtung der Malerei um 1900 zuzurechnen ist, erstaunt angesichts der Fülle von Ereignisbildern, die den Künstler seit den 1880er Jahren berühmt gemacht hatten. Und doch ist der Spagat zwischen Tradition und Moderne besonders kennzeichnend für einen Maler, der als Akademieprofessor in Konflikt mit Anton von Werner geriet und sich als Mitglied fortschrittlicher Künstlervereinigungen wie der „Gruppe der XI“ und der Berliner Sezession deutlich zur Avantgarde bekannte. Dabei rekurrieren die idyllischen Motive in Vogels Bildwelt zweifellos auch auf dem Erlebnis der durchsonnten Natur an der Havel: 1901 hatte sich Vogel von dem bekannten Architekten Franz Schwechten einen Landsitz Am Großen Wannsee 48 errichten lassen, der als eines der schönsten Wassergrundstücke der Villencolonie Alsen galt. Dem vielseitigen Künstler, der während des Ersten Weltkriegs Paul von Hindenburg als Porträtmaler an die Front begleitete und an den noch heute eine Straße in Wannsee erinnert, wollen wir uns im Rahmen des Salon Neu-Cladow im Mai widmen.

Juni bis August 2017: Sommerpause des Neu-Cladower Salons

 

3. September 2017 – 14 Uhr

„Kohlenkönig“ und Mäzen

Eduard Arnhold am Großen Wannsee

 

Bildergebnis für arnhold liebermann

Max Liebermann: Blick auf den Arnholdschen Garten, 1911

 

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ARCHIV

Neu-Cladower Salon 2016

Jahreszyklus 2016

“Von der Unvergänglichkeit des Schönen in der Welt” –
Der Kunstsammler Johannes Guthmann

Zeit seines Lebens sammelte der spiritus rector von Neu-Cladow Kunst. Zum Besitz des Kunsthistorikers und Schriftstellers Johannes Guthmann (1876-1956) zählten dabei wichtige malerische, zeichnerische, graphische, plastische und kunstgewerbliche Arbeiten insbesondere der Antike und der Klassischen Moderne. Zahlreiche Werke der Maler, Zeichner und Graphiker Max Slevogt, Hans Purrmann und Otto Greiner sowie Arbeiten des Bildhauers August Gaul zählten dabei zum Kernbestand der Sammlung von Johannes Guthmann. Dabei ist bis heute der Verbleib zahlreicher Kunstwerke aus Guthmanns umfangreicher und repräsentativer Sammlung ungeklärt. Die Guthmann Akademie nimmt sich dem Forschungsdesideratum einer umfassenden Bestandsrekonstruktion der Guthmann’schen Sammlung an und widmet den Jahreszyklus des Neu-Cladower Salons 2016 der Sammeltätigkeit Johannes Guthmanns:

3. Januar 2016 – 14 Uhr

 Auf der Suche nach dem unvergänglich Schönen ... –

Johannes Guthmann als Kunstsammler

7. Februar 2016 – 14 Uhr

 Die Malerei auf dem Regenbogen

Arnold Böcklin in der Sammlung Guthmann

6. März 2016 – 14 Uhr

 Auch ich bin in Arkadien gewesen …

Anselm Feuerbach in Neu-Cladow

3. April 2016 – 14 Uhr

 Prometheus wohnt im Gutshaus

Otto Greiner in der Sammlung Guthmann

1. Mai 2016 – 14 Uhr

 … und Mutter steht im Vestibül

Ernst Moritz Geyger und Johannes Guthmann

5. Juni 2016 – 14 Uhr

 Von geldzählenden Bettlern und großzügigen Kunsthändlern

Guthmann als Sammler von Ernst Barlach

4. September 2016 – 14 Uhr

 Eine Nymphe im Gutspark

Georg Kolbe und Johannes Guthmann

2. Oktober 2016 – 14 Uhr

 Ein Eselreiter im Rathaus

August Gaul in der Sammlung Guthmann

6. November 2016 – 14 Uhr

Rencontres im Riesengebirge

Hans Purrmann und Johannes Guthmann

Da die Räumlichkeiten des Gutshauses Neukladow einer kulturellen Nutzung aktuell nicht zur Verfügung stehen, findet der Neu-Cladower Salon im November in der Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee statt:

www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10€. Um Reservierung wird gebeten. Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.

Das Einladungplakat zum Download finden Sie hier:

Einladung_Neu-Cladower Salon_06_11_2016

4. Dezember 2016 – 19 Uhr

 Walpurgisnacht in Schreiberhau

Johannes Guthmann als Slevogt-Sammler

Da die Räumlichkeiten des Gutshauses Neukladow einer kulturellen Nutzung aktuell nicht zur Verfügung stehen, findet der Neu-Cladower Salon im November in der Galerie Mutter Fourage, Chausseestraße 15a, 14109 Berlin-Wannsee statt:

www.mutter-fourage.de

Der Eintrittspreis beträgt 10€. Um Reservierung wird gebeten. Anmeldungen nimmt die Galerie Mutter Fourage entgegen unter der e-mail-Adresse karten@mutter-fourage.de oder unter der Telefonnummer 030/8052311.